BLOG

Aug 2013
23
„Pain & Gain“ von Michael Bay

Drei Simpel planen ein Verbrechen, und alles geht schief. Das klingt nach „Fargo“ und den Coen-Brüdern, zumal wie in deren „Burn After Reading“ ebenfalls ein einfältiger Fitnesstrainer im Mittelpunkt steht. Auf den bestens definierten Mark Wahlberg passt die Rolle natürlich wie die Faust aufs Auge, doch mit dem Feinsinn der Coens hat Regisseur Michael Bay nichts im Sinn.

Der Mann, der sonst die „Transformers“-Blockbuster dreht und berüchtigt ist für seine gelackt-oberflächliche Werbeästhetik, setzt auf folterfröhlichen Zynismus. Wahlberg und seine grob karikierten Spießgesellen (Anthony Mackie, Dwayne Johnson) entführen einen Fitnessstudio-Kunden, um an dessen Millionen zu kommen. Bald verstricken sie sich in einem heillosen Chaos, das ihnen dann zum Verhängnis wird.

Der Plot basiert auf einem gerichtsnotorischen Fall, der den Film zur ersten Gaunerklamotte werden lässt, an deren Ende die Helden die Todesstrafe erwartet. Hätte Bay die Schraube mehr in Richtung satirischer Farce gedreht, hätte „Pain & Gain“ lustig werden können. So aber bleibt‘s ein unausgegorenes, grell überzeichnetes Nichts, das wie ein lärmendes Störsignal am Betrachter vorbeirauscht.

 

 



Ähnliche Beiträge:

Dieser Beitrag wurde unter Blog abgelegt und mit , , , , , , , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*