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Mai 2016
31
Outside the Box

Die zweite Kapitalismussatire startete letzte Woche (neben „Money Monster„) in den Kinos und diese kommt aus Deutschland. Regisseur Philip Koch (dessen Debüt, der Jugendknastfilm „Picco“, vielleicht noch in schmerzhafter oder bester Erinnerung ist) schickt vier angehende Manager einer Consulting-Firma in ein Assessment Center in die Wälder von Südtirol. In diesen soll ihr Verhalten in Stresssituationen getestet werden und ihre Fähigkeit, unkonventionelle Lösungen zu erarbeiten, also „outside the box“ zu denken.

Doch als die Kandidaten nach demütigenden Spielchen zwischen Dschungelcamp und „Hunger Games“ von zwei „echten“ Gangstern gekidnappt werden, die nicht die Schauspieler sind, als die sie engagiert wurden, eskaliert die Lage. Der top besetzte Film (neben Hanns Zischler als Firmenchef sind Frederick Lau, Samuel Finzi und Lavinia Wilson dabei) überzeugt nicht auf der ganzen Linie, weil Philip Koch, der zusammen mit Anna Katrin Schneider das Drehbuch verfasste, zwar viel Freude daran hat, den hohlen Business-Sprech der Beraterbranche zu sezieren, doch trotz der überdrehten „Performance“ Glaub- und Ernsthaftigkeit vermissen lässt.

Um im Slang zu bleiben: Es reicht nicht zum gewünschten „Achievement“: Die satirische Schärfe geht flöten, dafür setzt es billige Gags. Da war mehr drin.

 

 

Kritikerspiegel Outside the Box



Gian-Philip Andreas
Westfälische Nachrichten
5/10 ★★★★★☆☆☆☆☆ 


Frank Brenner
choices, FRESH, etc.
7/10 ★★★★★★★☆☆☆ 


Durchschnitt
6/10 ★★★★★★☆☆☆☆ 





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