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Feb 2008
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Oliver Mielke: Ossi´s Eleven (Deutschland, 2007) (gesehen am 26.02.2008, Preview in Köln, Regina)

Sympathische Looser-Komödie aus der Abteilung Plattenbau-Ost. Tim Wilde als Oswald „Ossi“ Schneider, der George Clooney von Bitterfeld, empfiehlt sich mit dem Film für weitere Hauptrollen. Überhaupt ist das Ensemble überwiegend gut sortiert, wobei auch Nichtschauspieler Sascha „Sasha“ Schmitz als Kantinen-Elvis ordentlich punktet. Nur Stefan Jürgens wirkte seltsam deplatziert.

Der Film verzichtet konsequent auf jede Spur von Glamour, denn Wolfen ist nun mal nicht Las Vegas , eine Eisengießerei kein Casino und Götz Otto ist, bei aller gegebenen physischen Präsenz, kein Brad Pitt. In Wirklichkeit geht es aber auch gar nicht um einen Vergleich mit Stephen Soderberghs smartem „Ocean`s Eleven“. Noch nicht mal um den „großen Coup“ geht es hier. Dafür verliert sich TV-Produzent und Regie-Neuling Oliver Mielke zu sehr in dem Versuch, die elf verschiedenen Charaktere zu umreißen. Er will Sympathien schaffen für seine gescheiterten und halb gescheiterten Existenzen und walzt dabei bekannte Klischees genüsslich aus. Das Gewalzte ist seiner Natur gemäß platt und schon daher eindimensional, macht insgesamt aber Laune.

Kein großer Film, aber ein netter. Und zur Not würde ich mir auch noch einen „Ossi`s Twelve“ ansehen.

Ossi´s Eleven startet am 28.02. in den deutschen Kinos.



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