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Feb 2006
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Niki Caro: Kaltes Land (USA, 2005) (gesehen am 12.02.2006 in Münster, Christian)

Kahle Berge, viel Schnee, verlassene Straßen. Sieht so der amerikanische Norden des Jahres 1989 aus? Und habe ich darauf jetzt Lust? In diese Landschaft wird die hübsche Josey der Familie Aimes hineingeboren. Der Vater ist Minenarbeiter, die Mutter wäscht die dreckige Wäsche, die ganze Stadt lebt von und für die Mine. Das Leben der Familie Aimes ändert sich schlagartig, als Josey mit 16 schwanger wird und der Familie fortan nur noch Schwierigkeiten bereitet. Als sie schließlich weg zieht, nach einigen Jahren von ihrem Mann grün und blau geprügelt und mit einem zweiten Kind an der Hand wieder bei den Eltern auftaucht, ist die Freude in der Familie Aimes eher verhalten. Doch Josey will es alleine schaffen und heuert wie einst ihr Vater bei der Mine an. Der Rest der Geschichte beruht auf wahren Begebenheiten. Die hübsche Josey wird in der Männergesellschaft der Mine nicht ernst genommen und mehrmals sexuell belästigt. Daraufhin strebt sie einen wegweisenden Prozess gegen die Minengesellschaft an.

Die Neuseeländerin Niki Caro ist international mit Whale Rider bekannt geworden, einer Geschichte um weibliche Selbstermächtigung. Für ihre Filmversion des Sachbuchs „Class Action“ haben Niki Caro und ihr Drehbuchautor Michael Seitzman die Hintergründe und den Verlauf eines der wichtigsten Prozesse in der amerikanischen Justizgeschichte erst einmal Hollywood-tauglich gemacht. Am Anfang frieren einem die Füße ab vor Kälte, die die Leinwand verströmt, im weiteren Verlauf wird der Film richtig spannend, auch Dank einer überzeugenden Charlize Theron als Josey Aimes. Eine Oscar(R)-reife Leistung.



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