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Sep 2006
29
Neil Armstrong: Candy (Australien 2005) (gesehen am 25.09.2006 in Münster, Christian)

23 Uhr, fast leeres Kino. Montagabend. Und jetzt eine Romanze über ein drogensüchtiges Pärchen? – Ok! Die Stadt im Film kommt einem bekannt vor. Sidney? Melbourne? Das muss ich wohl noch herausfinden. Zur Story: Mit viel Charme gewinnt Gelegenheitsdichter Dan (Heath Ledger) das Herz der zutiefst romantisch veranlagten Candy (klasse: Abbie Cornish). Das Kind aus gutem Hause ist eine begabte Malerin. Um Dan in der Beziehung näher zu sein, möchte sie wie er auch dringend Heroin probieren. Doch gleich nach dem ersten Schuss droht sie an einer Überdosis zu sterben. Candy hat jedoch Lust auf mehr bekommen. Mit der Abhängigkeit der beiden folgt der Drogenalltag, begleitet von Beschaffungskriminalität und Prostitution. Ein Absturz mit Folgen.

“Candy” ist eine emotionale Bestandsaufnahme zweier junger Menschen, die sich mit allen Mitteln gegen die Bürgerlichkeit wehren. Die beiden Hauptdarsteller spielen mit bemerkenswerter Hingabe, für Heath Ledger scheint es eine Herzensangelegenheit gewesen zu sein, Geoffrey Rush überzeugt als väterlicher Drogenfreund in einer Nebenrolle. Trotz der beachtlichen schausp. Leistungen aller Beteiligten berührt das Schicksal der beiden am Ende jedoch nicht. Es ist kurz nach halb eins. Münster schläft. Ich gleich auch.



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