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Nov 2016
12
Mitte der Welt, Die

Andreas Steinhöfel hat mit den „Rico & Oskar„-Romanen eine äußerst erfolgreiche Kinderbuchreihe geschrieben. Doch sein Meisterstück schrieb er schon 1998: „Die Mitte der Welt“ hat es als ebenso entspannter wie engagierter Adoleszenzroman aus der deutschen Provinz längst zur Schullektüre gebracht und ist – wie unlängst der in vielem verwandte „Tschick“ von Wolfgang Herrndorf – jetzt verfilmt worden. Nicht minder gut, zum Glück.

Regisseur Jakob M. Erwa („Homesick“) erzählt die Selbstfindungsgeschichte des 17-jährigen Phil (Louis Hofmann, „Unter dem Sand“), der mit haltloser Mutter und Schwester vaterlos aufwächst und sich in einen neuen Mitschüler verliebt, mit märchenhafter Färbung, anfangs eher komödiantisch, später, als sich die Enttäuschungen in Familie und Freundschaft häufen, zusehends düster, ohne dabei den Optimismus zu verlieren.

Wie im Roman wird Phils Schwulsein beiläufig behandelt; die Probleme, um die es geht, liegen anderswo. Jakob M. Erwas Film glänzt mit starken Newcomer-Darstellern und einem inszenatorischen Einfallsreichtum, der im deutschen Jugendfilmwesen nicht selbstverständlich ist. Sehenswert.

 

Kritikerspiegel Die Mitte der Welt



Gian-Philip Andreas
Westfälische Nachrichten
7/10 ★★★★★★★☆☆☆ 


Frank Brenner
choices, FRESH, etc.
8/10 ★★★★★★★★☆☆ 


Christian Gertz
nadann... Wochenschau
8/10 ★★★★★★★★☆☆ 


Durchschnitt
7.5/10 ★★★★★★★½☆☆ 


Weitere Noten zu aktuellen Kinofilmen findest Du in unserem Kritikerspiegel.



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