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Mrz 2006
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Michael Caton-Jones: Basic Instinct – Neues Spiel für Catherine Tramell (GB / USA 2005) (gesehen am 27.03.2006, Pressevorführung Hamburg, Sebastian)

Kurz vor dem Filmstart wird der Film „noch schnell“ der Presse gezeigt. Ein gutes oder ein schlechtes Zeichen? Steven Spielberg war mit seinem Endzeit-Thriller „Krieg der Welten“ vor einigen Monaten ein ähnliches Wagnis (Pressetermine kurz vor Filmstart) eingegangen und hatte dafür viel Kritik einstecken müssen. Doch dem Constantin Filmverleih kann man hier zugute halten, dass der Filmstart eigentlich für den 08.04.2006 geplant war, aufgrund des Besuches von Sharon Stone in Berlin aber vorverlegt wurde. Nun also Hamburg, vier Tage vor Filmstart, 20 Uhr, Cinemaxx, volles Haus.

Über die Hauptdarstellerin Sharon Stone muss man an dieser Stelle nicht mehr viele Worte verlieren, über die mittlerweile 48-jährige Schauspielerin dürfte bereits alles gesagt und geschrieben worden sein. Vielleicht nur noch ein Zitat aus einem Interview, dass sie einer französischen Zeitung gegeben hat: „Dies ist vielleicht meine letzte Chance, mich so offen zu präsentieren und diese Chance habe ich im vollen Umfang genutzt.“ OK. Nun zum Film.

Die Regeln für eine Fortsetzung sind im Filmbusiness klar umrissen: Mehr, größer, schneller oder weiter. Für Sharon Stone, die bekanntlich vor allem mit ihrer berühmten Verhör-Szene aus Teil 1 für Aufsehen sorgte, heißt es somit für Teil 2 noch mehr nackte Haut, noch mehr Sex-Szenen und noch gewagtere Outfits. Doch schon Teil 1 war kein Sharon Stone Film, es war ein Film über die Opfer, die einer sexhungrigen Femme Fatale erliegen. Basic Instinct war demnach mehr ein Michael Douglas Film, geführt von einer großartigen Spannungsregie Paul Verhoevens. Im „neuen Spiel für Catherine Tramell“, so der Untertitel von Teil zwei, diesmal unter der Regie von Michael Caton-Jones, werden charismatische Opfer vom Schlage eines Michael Douglas schmerzlich vermisst. Und mehr noch, außer noch ausgefuchster gesponnenen Intrigen und fast schon belustigend komischen Dialogzeilen, hat der Film mehr nicht zu bieten. Für Sharon Stone bietet sich hier ein schöner Laufsteg für ihren durchtrainierten Körper. Für einen spannenden Thriller ist das zu wenig.



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