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Sep 2016
10
Männertag

Der Vatertag, anderswo auch weniger fortpflanzungszentriert „Männertag“ genannt, ist der Prolet unter den Ehrentagen: ein bollerwagenbefeuerter Besäufnisanlass. Und genau so ist dieser Film. Das Bierbike dazu wiederum – grölende Gruppentrunksucht auf Rädern – ist die Geißel der Straßen. Beides kommt nun zusammen in „Männertag“, einer üblen Flachmatenparade, deren Fäkalwitz-Inferno sich aufgrund eines unaufgelösten Missverständnisses aus dem RTL-Programm ins Kino verirrt hat. An der Bierbike-Chaosfahrt zu Ehren eines beim missglückten Selbstmordversuch von einem Bierfass erschlagenen Ex-Kumpel ist so ziemlich gar nichts witzig.

Wundern muss man sich über Milan Peschel, der als biederer Lehrer von chargierenden Grobmimen wie Axel Stein und Tom Beck zerrieben wird, über Hannes Jaenicke, der als brüllender Schrumpfgermane um Fremdscham buhlt, und natürlich über Regisseur Holger Haase, der mit Filmen wie „Da geht noch was“ und „Die Ungehorsame“ gezeigt hat, dass er auch anders kann.




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