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Mai 2011
09
Luca Mineiro: Willkommen im Süden (Italien 2010), gesehen am 08.05.2011 in Münster, Cineplex

Heute ein Dreierpacksonntag. Drei Filme bei strahlendem Sonnenschein. Auch, weil ich musste. Los ging´s um 11 Uhr. Bereits der Trailer hatte wenig Lust auf den Film „Willkommen im Süden“ gemacht, weil nahezu 1 zu 1 einige Szenen aus dem französischen Komödienhit „Willkommen bei den Sch´tis“ von italienischen Darstellern nachgespielt werden. Hier stellt sich doch die Frage: Warum hat noch niemand europäischen Produzenten ausreichend Beweise dafür geliefert, dass „Was die können, das können wir schon lange“-Ambitionen in den seltensten Fällen von Erfolg gekrönt werden? Vielleicht weil die Ausnahmen wie Till Schweiger, der mit amerikanischen Screwball-Komödien im deutschen Gewand Millionen in die Kinos lockt und dieser Film, den 5 Millionen Italiener sehen wollten, die Regel bestätigen?

Ein Armutszeugnis. Philippe heißt hier Alberto (Claudio Bisiio), auch er hat die Nase voll von seinem kleinen Postamt und auch er gibt vor, angetrieben von seiner Frau, behindert zu sein, um in eine andere Stadt zu kommen. Nur wird Alberto nicht in den kalten franz. Norden, sondern in den ungeliebten italienischen Süden strafversetzt. Und natürlich kommt auch dieser Postbeamte in einen malerischen Ort voller liebenswerter Menschen und herzlichen Kollegen und natürlich muss er sein Bild von den „schrecklichen Gaunern“ revidieren. Auch wenn einige italienische Eigenarten und -heiten sowie andere politische Begebenheiten dieser Komödie ihren eigenen Charme verleihen, dürfte „Willkommen im Süden“ hierzulande wohl nur etwas für Italien-Fans sein, die das französische Original nicht kennen.



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