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Aug 2012
10
„Little Thirteen“ von Christian Klandt

Das deutsche Kino entführt mal wieder ins Plattenbau-Viertel Berlin-Marzahn, wo die Hoffnung gering und die Verwahrlosung groß ist. Zwar deprimierend, aber sehenswert ist, was Jungregisseur Christian Klandt („Weltstadt“) da an gesellschaftlichen Zuständen konstatiert: Ins Zentrum stellt er die 13-jährige Sarah, deren Lebens­inhalt darin besteht, immer neue Kurzaffären zu absolvieren. Womit sie mit ihrer kaum 15 Jahre älteren Mutter konkurriert. Dann tritt Lukas (Joseph Bundschuh, „Die Ausbildung“) in Sarahs Welt, ein schlaksiger Junge, der normalerweise Videos seiner Beischlaf-Abenteuer ins Internet stellt, um sich damit Drogen zu finanzieren. Kommen da so etwas wie Gefühle auf?

Sensible Gemüter dürften aufgrund der schamlosen Dialoge schockiert sein, doch gerade aus der Schere zwischen dem Entsetzen des Betrachters und der Regungslosigkeit, mit der die Beteiligten ihr Leben auszuhalten scheinen, zieht der Film seine Wirkung. Bereits seit dem 05. Juli vom X-Verleih in den deutschen Kinos, jetzt auch in Münster.

  

 



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