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Jan 2010
08
Kurzkritiken: Albert Schweitzer, Alvin und die Chipmunks 2, Fame (gesehen am 04.01.2010)

Das Weihnachtsessen ist verdaut, die Ruhe nun vorbei. Ein neues Jahr, eine neue Dekade. Für die Wochenzeitung gab es vier neue Filme: Albert Schweitzer, Alvin und die Chipmunks 2, Nanga Parbat und Fame. Zu Joseph Vilsmaiers Bergsteigerdrama hatte ich mich schon ausgelassen (siehe unten) deshalb hier alle anderen Filme in der Kurzkritik:

Gavin Millar: Albert Schweitzer (Deutschland, Südafrika 2009)

Die Kamera fliegt in der ersten Szene über ein wunderschönes Paradies seitens der Ufer eines Flusses. Hier scheint der Kalte Krieg noch kein Zuhause gefunden zu haben. Der Arzt Albert Schweitzer schon. Dank mehrerer Bücher über seine Erlebnisse und Kenntnisse sowie seiner Philosophie der `Ehrfurcht vor dem Leben`, die er in seinem Urwald-Hospital Lambarene verwirklicht, ist der Arzt, Organist und Philosoph hoch angesehen in der Welt. Ein sehenswerter Film, vielleicht etwas zu hölzern und Figuren-verliebt inszeniert aber insgesamt zwei spannende Lehrstunden über einen wissenshungrigen Menschen, schauspielerisch überzeugend und gekonnt bebildert.

Betty Thomas: Alvin und die Chipmunks 2 (USA 2009)

Weil Ersatzvater Dave (Jason Lee) nach einem Unfall im Krankenhaus liegt, bekommen Alvin und seine beiden Brüder mit Daves Cousin Toby (Zachary Levi) einen neuen Betreuer. Der allerdings ist so liebenswert wie überfordert. Damit sind die drei auf sich allein gestellt: In der Schule, wo Alvin über seine neuen coolen Freunde aus dem Footballteam seine Brüder vergisst sowie im Popbusiness, wo ihr alter intriganter Manager mit den Chipettes, drei süßen Chipmunkgirls, echte Konkurrenz aufgebaut hat. Getreu der Regel, dass Fortsetzungen immer misslingen, geht auch diesem zweiten Teil recht schnell die Puste aus. Mimisch zwar überzeugend und gekonnt animiert, wird Teil zwei lediglich durch ein weibliches Pendant, die Chipettes, aufgepeppt, das nur in Sachen Heliumgesang den Jungs hüftschwingend Konkurrenz macht. Bestenfalls im Alter von 8 bis 12 genießbar.

Kevin Tancharoen: Fame (USA 2009)

Was für ein Ärgernis: Das Original von Alan Parker, das auch eine sehr sehenswerte TV-Serie nach sich zog, war so etwas wie eine frühe Vorwegnahme des Casting-Booms der Nullerjahre. Ein großartiger, sehr erfolgreicher Film. Das 2009er Update will eine 1zu1 Kopie des Originals sein. Junge Künstler treten in einen Wettbewerb um Ruhm und Glamour an der New Yorker Highschool (of Performing Arts), nur wenige werden ausgewählt. Das Remake des 25-jährigen Jungregisseurs Kevin Tancharoen ist eine Katastrophe, die das Original zutiefst beleidigt. Mehrere Musikvideos, wild hintereinander geschnitten. Schnell vergessen.



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