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Aug 2013
19
„Kick Ass 2“ von Jeff Wadlow

Der erste „Kick Ass“-Film sorgte 2010 für eine überfällige Neujustierung des staatstragend gewordenen Comicverfilmungsgeschäfts: Ein unbedarfter Jugendlicher erkor sich einfach zum Superhelden und bekämpfte das Verbrechen im selbstgenähten Dress und ganz ohne Spezialwaffen oder überirdische Fähigkeiten, was für ihn oft schmerzhaft, aber am Ende erfolgreich war.

Star des Films war das „Hit Girl“ (Chloe Grace Moretz), ein niedliches kleines Mädchen mit beträchtlicher Durchschlagskraft. Regisseur Matthew Vaughn inszenierte das als poppig-ironische, aber auch ziemlich gewalttätige Satire. Das Sequel, inszeniert von Jeff Wadlow („The Fighters“), überzeugt nun leider deutlich weniger, weil es Bewährtes aufwärmt, ohne genügend Neues ins Spiel zu bringen.

„Kick Ass“ (Aaron Taylor-Johnson) findet einen neuen Gegenspieler, das „Hit Girl“ muss in die Highschool. Bei beiden knallt es wieder ordentlich, wobei die satirische Schärfe bedauerlicherweise einem mitunter fragwürdigen Zynismus wich. Letzteres mag Gesichtskasper Jim Carrey bewogen haben, sich öffentlich von diesem Film zu distanzieren – obwohl seine nur kurz auftauchende Figur des „Colonel Stars and Stripes“ (früher Gangster, heute wiedergeborener Christ) die größte Attraktion des ganzen Sequels ist.

  



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