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Jan 2006
26
Kay Pollack: Wie im Himmel (Schweden, 2004) (gesehen am 26.01.2006 in Münster, Christian)

Längst überfällig war ein Besuch dieses Filmes, der mir auch bereits von mehreren Seiten empfohlen worden ist. Der erfolgreiche Komponist Daniel Daréus (Michael Nyqvist) kehrt dem schillernden Leben der Opernhäuser und Gala Dinners den Rücken und unternimmt künstlerisch wie körperlich ausgebrannt eine Reise in sein nordschwedisches Heimatdorf. Zuerst zieht er sich gedanklich und körperlich in eine neu erworbene, baufällige Schule und damit in seine Vergangenheit zurück, bis ihm die Stelle eines Kantors angeboten wird. Bei dieser Arbeit gelingt es ihm nicht nur, die ihm anvertrauten Bauern, Lehrer und Rentner zu ungeahnten musikalischen Höhen zu führen, in der blonden Lena (Frida Hallgren) findet er auch die Liebe seines Lebens. Verschneite Landschaften, die Kulleraugen blonder Schwedinnen, dazu etwas klassische Musik, was sich hier wie die Ausstattung eines kitschigen Heimatfilms anhört, ist die gelungene filmische Umsetzung über die Ankunft eines ausgebrannten Komponisten. Dem fast 70-jährigen schwedischen Regisseur Pollack gelingt es, anhand dieser rührenden Erzählung über das Schicksal einer Dorfgemeinschaft und seines neuen, berühmten Kantors das Genre des Gefühlskinos wieder aufleben zu lassen. Musik verbindet, so die Aussage des Filmes. Nicht weit entfernt vom Kitsch, aber schön. Und empfehlenswert.



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