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Mrz 2009
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Justin Lin: Fast and Furious. Neues Modell. Originalteile (USA 2009) (gesehen am 17.03.2009, Europa-Premiere in Bochum. Christian)

Wenn vier Hollywoodstars in nur 120 Kilometer Entfernung zu einer Europa-Premiere einladen, sollte man als Filmfan nicht lange zögern. Auch wenn es sich dabei um den vierten Teil eines Franchises handelt, der den actionversprechenden Titel „Fast and Furious“ trägt. Vin Diesel, Paul Walker, Michelle Rodriguez, Jordana Brewster und Regisseur Justin Lin riefen – und wir kamen, samt Videokamera, Einladung und Aufnahmegerät. Das Event um die Europa-Premiere haben wir als Video unter mehrfilm.tv online gestellt, hier nun die kurze Kritik zum Film.

Allein der Titel mit der viel versprechenden Tagline „Neues Modell. Originalteile“ verspricht hier schon eine Originalität und Rückbesinnung auf den erfolgreichen ersten Teil der getunten Autohatz. Und wenn im Cast (und auch in Bochum) zudem Actionstar Vin Diesel auftaucht, weiß der Fan, dass hier wieder alles anders und sicherlich auch besser werden soll als in den vorangegangen (miesen) Vorgängern der Tuning-Saga. Doch weit gefehlt. Dom Toretto (Vin Diesel) hat es nach achtjähriger Flucht vor dem Gesetz in die dominikanische Republik verschlagen. Zusammen mit seiner Freundin Letty (Michelle Rodriguez) und ein paar weiteren autoverrückten Freunden überfällt er Tanklaster mit wertvollem Inhalt, um damit seinen Lebensunterhalt zu bestreiten.

Doch der taffe Dom ist im vierten Teil nicht mehr der Autonarr ohne Message, nein er bekommt hier ein paar Charakterzüge verpasst. Als seine Freundin Letty ermordet wird, wagt sich Dom zurück an seine alte Wirkungsstätte und sucht in Los Angeles nach ihrem Mörder. Der Zufall will es, dass sein ehemaliger Erzfeind, FBI-Agent Brian O`Conner (Paul Walker), sich gerade demselben Bösewicht an die Fersen heftet: einem soziopathischen Drogenbaron, der die USA mit seiner tödlichen Ware überschwemmt. Die beiden Autofreaks müssen sich also wieder einmal zusammenraufen, um dem Bösewicht auf die Schliche zu kommen. Dass dabei auch das eine oder andere Autorennen zu absolvieren ist, liegt in der Natur des Franchises.

Getunt wurden hier neben der Besetzung leider nur die Actionszenen mit den Autoverfolgungen (Tunnelhatz in einem Bergmassiv) oder einige Einstellungen mit noch heißeren Babes als in den Vorgängerfilmen (Kamera, die förmlich an einer Hotpants klebt). Ansonsten läuft auch das neue Modell neben den Originalteilen wie auf Autopilot: Teure Autos, heiße Bitches, die Inkarnation eines geläuterten Hauptdarstellers, dem man zwar vieles abnimmt, nur nicht, dass er für seine tote Freundin als sensibler Rächer sein Leben aufs dreckige Spiel setzt.

Der Film startet am 02. April in den deutschen Kinos.



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