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Jun 2007
09
Juan Carlos Fresnadillo: 28 Weeks later (GB 2007) (gesehen am 05.06.2007 Pressevorfuehrung, Christian)

Vier Jahre nachdem Danny Boyle mit `28 Days later` erfolgreich den Splatter-Film reanimiert und einem Massenpublikum zugänglich gemacht hat, kommt nun die Fortsetzung in die deutschen Kinos. Und obwohl Sequels von Horrorfilmen ein schlechter Ruf voraus eilt, ist der erfolgreiche Regisseur des Erstlings hier zusammen mit seinem langjährigen Weggefährten Alex Garland als Produzent auch mit an Board. Boyle hätte sicherlich auf eine Fortsetzung der Horrorgeschichte verzichtet, wenn ihm nicht das Drehbuch des spanischen Teams um Jung-Talent Juan Carlos Fresnadillo in die Hände gefallen wäre. Dieses wirkt vordergründig zwar etwas konventionell, zwischen den Zeilen jedoch hält es kleine, intelligente Reflexionen unserer heutigen Gesellschaft bereit.

London, 28 Wochen nach Ausbruch des tödlichen Rage-Virus: Nachdem das US-Militär unter NATO-Mandat die Kontrolle übernommen hat, ist das Virus ausgerottet, die letzten befallenen Ex-Menschen sind verhungert. Die ersten Flugzeuge bringen wieder Bewohner nach London. Darunter sind auch die beiden Kinder eines Familienvaters (Robert Carlyle), der einst den mutierten `Infizierten` in einer waghalsigen Flucht entkommen war. Durch die kindliche Neugierde der beiden, schafft es eine `Infizierte`, die den Flammen der Armee entkommen war, in die gesperrte Zone durchzudringen. Daraufhin verbreitet sich das Virus erneut.

Die kühle und gleichsam faszinierend tempohafte Inszenierung von Fresnadillo, der 1996 mit seinem Kurzfilm „Esposados“ einen Oscar gewann, sorgt dafür, dass die Fortsetzung von Boyles Überraschungserfolg `28 Days later` gelingt. Fresnadillos` Erfahrungen als Kurzfilmer geben dem Film einen ganz eigenen Stil. Wie ein schnelles Stakkato ziehen die nicht immer magenfreundlichen Szenen am Auge des Betrachters vorbei. Und die guten Leistungen der Darsteller sorgen für den nötigen Schuss Faszination und `Mitgefühl`.



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