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Dez 2009
21
John Musker, Ron Clements: Küss den Frosch (USA 2009) (gesehen am 14.12.2009, Münster, Christian)

Der neue Disney stand heute für eine Kritik für das Stadtmagazin auf dem Stundenplan. Kollegen hatten mir schon vor einer ganzen Weile den Film wärmstens ans Herz gelegt. Eine Euphorie, der ich anfänglich nur mit Skepsis begegnen konnte, denn ein großer Dinsey-Fan war ich nur etwa bis zum Alter von etwa 14. Doch die Kollegen sollten Recht behalten. Mit Ex-Pixar Chef John Lasseter als ausführenden Produzenten am Ruder steuert der große Dinsey-Konzern (zu dem auch die Tricktechnikschmiede Pixar gehört) scheinbar zurück in alte 2-D Zeiten. „Für manche Stoffe sei das gute alte Handgezeichnete, ohne Computer und in 2D, immer noch am geeignetsten“ gab John Lasseter unlängst bekannt. Eine Rückbesinnung zur alten Stärke, die sich in „Küss den Frosch“ voll auszahlt.

Das bekannte Märchen vom Frosch und der Prinzessin wird ins New Orleans der 1920 Jahre verpflanzt: Kellnerin Tiana muss für ihren Traum, ein eigenes Restaurant, schwer schuften; ganz im Gegensatz zu ihrer Sandkastenfreundin Charlotte, die einer wohlhabenden und einflussreichen Familien angehört. Eines Tages trifft Prinz Naveen in New Orleans ein und lässt sich durch seine sorglose und leichtgläubige Art auf die Voodoo-Zauberei des hinterhältigen Dr. Facilier ein. Aufgrund eines bösen und geldgierigen Plans verwandelt er den Prinzen in einen kleinen, schleimigen Frosch. Durch einen Kuss einer Prinzessin möchte der verwandelte Prinz Naveen – ganz wie im Märchen – versuchen, wieder ein Mensch zu werden. Doch nicht alles verläuft wie im Märchen …

Genau dieser Punkt, zusammen mit der dunklen Hautfarbe der Hauptdarstellerin (ungewöhnlich in einem Disney-Zeichentrickfilm), den herausragenden 2-D-Animationen und einem von Randy Newman komponierten Musical-Score – Vergangenheit und Gegenwart kommen hier perfekt zusammen – machen „Küss den Frosch“ zu einem der besten Disney-Filme seit „Die Schöne und das Biest“.



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