BLOG

Apr 2011
23
Jason Winer: Arthur (USA 2011), gesehen am 21.04.2011 in D`Dorf

Leider kenne ich das Original mit Dudley Moore aus dem Jahre 1981 nicht. Ich weiß aber, dass damals John Gielgud als Butler Hopson der titelgebenden Hauptfigur ein ums andere Mal gehörig auf die Finger geklopft hat. Im Remake von Jason Winer nimmt eine Frau die Rolle des Butlers ein. Es ist Helen Mirren, die man nach „The Queen“ hier in einer ganz anderen, wesentlich menschlicheren bzw. menschelnden Rolle erlebt. Zusammen mit dem Komiker und Katy Perry Ehemann Russel Brand als Arthur bilden die beiden Engländer (zumindest im Original) ein unschlagbares Gespann, das viel Witz und Wärme versprüht.

Arthur ist das ungeliebte Kind einer sehr reichen Industriellenwitwe, ein liebenswerter Freigeist und eine bemitleidenswerte, verlorene Seele, die in einem goldenen Käfig aufwächst. Mit knapp 30 Jahren soll er endlich in den Bund einer arranierten Ehe (mit Jennifer Garner) geführt werden. Doch kurz vor der Zeremonie verliebt sich Arthur in die so liebenswerte wie selbstbewusste Stadtführerin Naomi (Greta Gerwig). Arthur muss zum ersten Mal sein Leben selbst in die Hand nehmen. Was im Original wohl als Seitenhieb auf das aristokatrische Establishment gedacht war, funktioniert mit der Transplantation ins 21. Jahrhundert nur bedingt. So entschärft bleibt es bei einer unterhaltsamen One-Man-Show, bei der die mitfühlende Helen Mirren das Sahnehäubchen bildet.



Ähnliche Beiträge:

Dieser Beitrag wurde unter Blog veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*