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Dez 2009
12
James Cameron: Avatar – Aufbruch nach Pandora (USA 2009) (gesehen am 11.12.2009 in Düsseldorf, Pressevorführung, Christian)

Tagebuch eines Kritikers. Es gibt immer mal wieder diese besonderen Tage im Leben eines Journalisten. Tage, an denen man seinen Beruf noch mehr liebt als sonst. An denen ein Projekt erfolgreich abgeschlossen wird, ein tolles Event ansteht, auf das man sich schon seit Tagen freut oder ein nettes Interview geführt wird, dessen Ausgang man vielleicht so nicht erwartet hätte. Heute war so ein Tag. Denn ist all das passiert. Aber der Reihe nach.

Bevor ich mich auf den Weg nach Düsseldorf gemacht habe, zur Pressevorführung, hatte ich mich sicherheitshalber noch einmal telefonisch rückversichert, ob meine Anmeldung per Mail auch tatsaächlich angekommen ist. Leider hatte ich in letzter Zeit immer mal wieder Probleme mit meinem Mail-Versand, weil meine Adresse oft als Spam erkannt wird. Dankenswerterweise hatte die nette Pressedame von Twentieth Century Fox noch einmal nachgesehen und mir grünes Licht für die unter strengen Sicherheitsvorkehrungen stattfindende Preview gegeben. „Wir freuen uns auf Ihren Besuch, Herr Gertz.“ Toll. Die strengen Sicherheitsvorkehrungen verschärften sich noch vor Ort des Geschehens, vorm Kinosaal in Düsseldorf und auch während der Vorführungen. Schließlich ging es um den neuen Film von James Cameron. Die letzten Filme des Kanadiers waren jeweils die teuersten Filme der Filmgeschichte und auch mit seinem neuesten, Avatar – Aufbruch nach Pandora, wollte Mr Cameron in dieser Reihe keine Ausnahme machen.

Nach etwas über zweieinhalb Stunden Spielzeit, die wie im Fluge vergingen, bin beeindruckt und etwas enttäuscht zugleich. Der Inhalt hat doch deutlich unter dem Outfit zu leiden. Die neuen 3-D Effekte und Bilder, die Cameron hier bietet, sind schlichtweg beeindruckend und setzen neue Maßstäbe, doch die Geschichte hat doch deutlich unter dieser Bildgewalt zu leiden, weil es keine tollen Bilder zur Geschichte sind, sondern eine Geschichte zu den tollen Bildern. Und mit Avatar hat James Cameron sicherlich nicht, wie überall sonst kolportiert wird, das Kino neu erfunden.

Der Film startet am 17. Dezember bundesweit in den Kinos.



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