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Mai 2007
07
Gregory Hoblit: Das perfekte Verbrechen (USA 2007) | Ohr 4 min. mp3-Kommentar (gesehen am 02.05.2007, Pressevorführung D´Dorf, Christian)

Wenn im Presseheft zu lesen ist: „Die Entstehung eines atemberaubenden Thrillers ist immer schwierig. Von der ersten Idee über das Drehbuch bis zur Produktion ist es normalerweise ein langer, umständlicher Weg“ heißt dies in den meisten Fällen, dass das Drehbuch über viele Jahre durch viele Hände ging, bevor es verfilmt wurde. Und so ist es auch: Das Script stammt noch aus der Blütezeit des Hochglanz-Thrillers, die nun schon mehr als zehn Jahre zurückliegt und in der die Filme in den seltensten Fällen, abgesehen von Werken wie `Basic Instinct` (1992) oder `Under Suspicion – Mörderisches Spiel` (2000) spannender waren als das Drehbuch es vermuten ließ. Auch diese Geschichte ist eher `konventionell`.

Ingenieur Tedt Crawford (Anthony Hopkins) entdeckt, dass seine schöne junge Frau eine Affäre hat. Er plant ihren Tod und weil er nicht dumm ist, einen perfekten Mord. Bei diesem Thriller handelt es sich also nicht um ein „Who-done-it“, sondern eher um ein „How he´ve done it“. Alles, was die Zuschauer im Kino erfahren ist, dass aus der Tatwaffe, mit der Crawford augenscheinlich seine Frau umgebracht hat, kein Schuss abgefeuert wurde. Und ohne Tatwaffe, kein Täter. Genau mit diesem Problem muss sich der junge Anwalt Willy Beachum (Ryan Gosling) beschäftigen, der den Fall zunächst für `schnell erledigt` hält. Doch da wusste der junge Anwalt noch nicht, mit wem er sich einlässt.

Diese altbekannte `Katz und Maus` Geschichte wird um ein paar unbedeutende Randgeschichten ergänzt. So haben wir es hier mit einem Schauspielerkinofilm zu tun, der sich an der Klasse der Protagonisten messen lassen muss. Und während Anthony Hopkins, der hier endlich nach langer Zeit mal wieder in die Rolle des Bösewichtes schlüpft, seine Rolle mit Bravour ausfüllt, kann ihm der junge aber durchaus talentierte Ryan Gosling zu keiner Sekunde das Wasser reichen.

Regisseur Gregory Hoblit, der mit `Zwielicht` (1996) oder `Frequency` (2000) zeigen konnte, dass er sein Handwerk versteht, zeigt aber mit diesem, seinem fünften Thriller, dass er noch weit entfernt ist vom Können beispielweise eines Paul Verhoeven oder Stephen Hopkins.



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