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Okt 2016
21
Gleissendes Glück

Helene Brindel (Martina Gedeck) führt kein schönes Leben: Der unwirsche Ehemann neigt zu körperlicher Züchtigung, sie kann nicht schlafen, den einst so starken Glauben an Gott hat sie verloren. Einen Ausweg verspricht der mondäne Neuropsychologe Eduard Gluck (Ulrich Tukur), zu dessen Auftritt sie in die Großstadt reist: In seinen Ratgeberbüchern verspricht Gluck ein Glück, das sich jeder selbst erschaffen kann. Helene und Eduard kommen sich näher, bis Gluck der Provinz-Hausfrau sein Unglück beichtet: Er ist pornosüchtig. Für Helene eine freudige Herausforderung.

Was nach Handlung klingt, ist kaum eine, auch wenn sich Regisseur Sven Taddicken („Emmas Glück„) eng an die lesenswerte Novelle der schottischen Autorin A. L. Kennedy hält. „Gleißendes Glück“ funktioniert eher als philosophische Versuchsanordnung, die um Sinnsuche in Liebe und Religion, Abhängigkeiten aller Art und häusliche Gewalt kreist. Inszenatorisch verlässt das leider kaum je das Fernsehfilmformat, darstellerisch aber überzeugt es: Gedeck, die in „Terror“ gerade mitverantwortlich dafür war, dass weite Teile des Publikums am Grundgesetz vorbeivotierten, und „Tatort“-Kommissar Tukur spielen nuanciert und schön sarkastisch.

 

 

Kritikerspiegel Gleißendes Glück



Gian-Philip Andreas
Westfälische Nachrichten
6/10 ★★★★★★☆☆☆☆ 


Frank Brenner
choices, FRESH, etc.
3/10 ★★★☆☆☆☆☆☆☆ 


Christian Gertz
nadann... Wochenschau, mehrfilm.de
3/10 ★★★☆☆☆☆☆☆☆ 


Durchschnitt
4/10 ★★★★☆☆☆☆☆☆ 


Weitere Noten zu aktuellen Kinofilmen findest Du in unserem Kritikerspiegel.



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