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Dez 2009
14
Eva Dahr: Das Orangenmaedchen (Norwegen, Deutschland, Spanien 2009) (gesehen am 13.12.2009 in Münster, Christian)

Die Verfilmung eines Weltbestsellers. Keine leichte Aufgabe für einen Filmemacher oder eine Filmemacherin. Leider habe ich das Buch von Jostein Gaarder nicht gelesen. Aber ich habe es mir erzählen lassen. Eva Dahr verfilmt die Geschichte von Jan Olav (Harald Thomson Rosentroem), der gerade 16 Jahre alt geworden ist. Zum Geburtstag erhält er, neben einem neuen Handy, auch Briefe seines vor zehn Jahren verstorbenen Vaters. Zu Anfang enttäuscht über diese lange Verzögerung, nimmt Jan Olav die Briefe mit auf eine Reise nach Nordnorwegen, auf ein langes Wochenende in die Berge. Hier wollte er ursprünglich mit einem Freund einen seltenen Kometen beobachten. Doch die Briefe seines Vaters, in denen beschrieben wird, wie dieser einst die große Liebe seines Lebens kennen lernte, sind zunächst viel spannender als das verdeckte Sternenbild. Beeindruckt von den schönen Worten lernt Jan am Ende seiner Reise selbst die große Liebe seines Lebens kennen.

Regisseurin Eva Dahr versucht, den schönen Worten von Jostein Gaarder aus seinem gleichnamigen Bestseller mit einer weiteren Liebesgeschichte und mit reichlich Licht- und Schattenspielen entgegen zu treten. Das gelingt ihr mit dieser Verfilmung, die mehr behauptet als erzählerisch und visuell überzeugt, leider nicht. Der Film wirkt zwar ambitioniert, er schafft es aber nicht, die Liebesgeschichte glaubhaft zu transportieren.

Das Buch hat meiner Frau gefallen, die Verfilmung von Eva Dahr werde ich ihr nicht empfehlen. Das Orangemädchen ist am 10.12.2009 in Deutschland gestartet.



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