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Mrz 2007
21
Emilio Estevez: Bobby (USA 2006) (gesehen am 20.03.2007, Christian)

Emilio Estevez` „Bobby“ über den Präsidentschaftskandidaten Robert F. Kennedy ist nicht das Pendant zu Oliver Stones „JFK“. Er arbeitet nicht das Attentat auf, er dreht sich nicht um das Opfer, erst recht nicht um den Täter. Sondern – das macht den Film sympathisch – um die, die dabei gern vergessen werden. Und die werden von hochkarätigen Hollywood-Darstellern verkörpert. Fast so, als wollten alle US-Stars mit ihrer Präsenz an den charismatischen Politiker erinnern.
Dabei ist die Story nicht wirklich außergewöhnlich, ja nicht einmal spannend: Am 4. Juni 1968 treffen die unterschiedlichsten Menschen in einem Luxushotel zusammen, um ihren Helden, Robert F. Kennedy, zu feiern, der sich hier, in seiner letzten Rede, offiziell zum Präsidentschaftskandidaten nominiert. Kurz bevor, so viel dürfte bekannt sein, die tödlichen Schüsse auf ihn fallen. Emilio Estevez` Film liefert keine Folge- und keine Vorgeschichte, sein Film ist kein akribisch recherchiertes Doku-Drama und keine Analyse der politischen Hintergründe. Es ist gutes Schauspielerkino in Anlehnung an Gottfried Reinhardts „Menschen im Hotel“ von 1959, der gleich am Anfang von Anthony Hopkins zitiert wird. Nicht alle Darsteller können hier überzeugen. Doch die, von denen man es annehmen musste, brillieren auch in ihren kleinsten Rollen.



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