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Jun 2016
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„Die Prüfung“ von Till Harms

Ein interessanter Blick auf die Welt der Castings – aus Perspektive der Juroren. Till Harms begleitet in seiner Dokumentation die Mitglieder der Auswahlkommission einer Musik- und Theaterschule und gewährt Einblicke in die Entscheidungen am Jurytisch. Fast 700 Bewerber auf zehn Studienplätze: Es ist nicht leicht, von einer staatlichen Schauspielschule aufgenommen zu werden. Die allermeisten werden es nicht schaffen. „Die Prüfung“, der erste Kino-Dokumentarfilm von Till Harms, nähert sich der aus diversen Spielfilmen und Dokus gut bekannten Casting-Situation interessanterweise mal von der anderen Seite: aus Prüferperspektive.

Harms folgt den neun Mitgliedern der Auswahlkommission der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover, die über zehn Tage hinweg aus den 700 Kandidaten jene zehn jungen Frauen und Männer herausfiltern müssen, die am Ende aufgenommen werden. Wer immer dachte, dass da viel Willkür und Würfelei im Spiel sein muss, lernt eine Gruppe sehr diverser Persönlichkeiten kennen, die über die Kandidaten lange diskutiert, oft auch streitet und manchmal Kuhhandel betreiben muss: Ich akzeptiere deinen Favoriten, wenn du dafür bei meiner den Daumen hebst. Harms begleitet den Prozess von den Vorsprechen (ohne die Persönlichkeit-verletztende Häme von DSDS und anderer TV-Formate) über die Jurysitzungen bis zu den freudigen Zu- und den bitteren, aber ungleich üblicheren Absagen.

 

 



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