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Dez 2012
14
„Die Libelle und das Nashorn“ von Lola Randl

Regisseurin Lola Randl („Die Besucher“) hatte eine Katastrophe zu überstehen: Im Sommer 2010 starb die junge Hauptdarstellerin Maria Kwiatkowsky mitten in den Dreharbeiten zu Randls letzten Film. Nach Abbruch und Tabula Rasa drehte sie dann „Die Libelle und das Nashorn“ mit Teilen der theateraffinen Restbesetzung. Jetzt trifft also Fritzi Haberlandt als unbeachtete Jungautorin Ada auf den altväterlichen Starschauspieler Nino Winter, mit bärig-grandseigneurhafter Weisheit verkörpert von Mario Adorf. Ein Fluglotsenstreik verhindert Winters Abreise, Ada wird von ihrem Freund verlassen, und so verbringen sie die Nacht in einem Dortmunder Luxushotel, reden über das Leben, die Liebe, den Tod und den Sex und vertreiben sich die Zeit mit von Ada ersonnenen Beschattungsspielen auf den nächtlichen Straßen des Ruhrpotts, die Randl als schöne Hommage an den Film Noir alter Schule inszeniert. Der Rest des von Herbert Schwering produzierten Kammerspiels ist dagegen kurzweilig aber etwas zu schwatzhaft und in den Dialogen nicht immer stilsicher.

  



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