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Mrz 2013
23
Der Nächste, bitte!

Seit Olivier Nakaches „Ziemlich beste Freunde“ warten die Verleiher auf den nächsten gemütlichen Franzosen-Hit mit eingebauter Kaffeepausen-Empathie. Wenn ausgerechnet „Der Nächste, Bitte!“ dazu werden sollte, müssen gleich mehrere Besen gefressen werden – denn schematischer und unglaubwürdiger geht es kaum im Genre der linksrheinischen Romantik-Komödie. Teutonen-Export Diane Kruger spielt die mondäne Zahnärztin Isabelle, die einen Fluch überlisten will, demzufolge alle Frauen ihrer Familie erst in zweiter Ehe glücklich werden. Also will sie einen Trottel scheinehelichen, um sich sofort scheiden zu lassen und erst dann ihren langjährigen Ideal-Mann Pierre zu heiraten.

Sie gerät in Dänemark prompt an den nervtötenden Reiseführerautor Jean-Yves (Dany Boon von den „Sch’tis“), dem sie konstruierterweise sogar nach Kenia und Moskau hinterherjettet. Warum, das wird nicht klar. Am Ende aber, so stand’s halt im Drehbuch geschrieben, verliebt sie sich. Im aufgekratzten Wir-wollen-lustig-sein, dem sich Regie (Pascal Chaumeil, „Der Auftragslover“) und Darsteller hier verpflichtet haben, fallen die Logiklöcher nicht weiter auf. Und wären die Gags nicht so schal und die Slapsticknummern nicht so müde: Fast müsste man sich nicht darüber aufregen.

  



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