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Mai 2011
03
Dany Boon: Nichts zu verzollen (F, B 2010), gesehen am 03.05.2011 in Düsseldorf, Pressevorführung

Das französische Allroundtalent Dany Boon ist zurück. Mit seiner liebevollen Hommage an seine Heimat „Willkommen bei den Sch´tis“ hatte der Komiker und Autorenfilmer 2008 über 20 Millionen Franzosen verzückt. Und auch in Deutschland wollten über 2 Millionen Kinogänger die Abenteuer des Postboten Philippe Abrams sehen, der gegen seinen Willen in ein Dorf im Norden Frankreichs versetzt wird. Das Erfolgsrezept lag im Sprachwitz – und damit verbunden im Konflikt – der unterschiedlichen Regionen. Warum also nicht dieses Erfolgsrezept noch einmal bemühen?

Mit „Rien À Déclarer“, wie der Film im Original heißt, erzählt Dany Boon eine Geschichte vor dem Hintergrund der Verständigungsprobleme in der nördlichen Grenzregion zwischen Frankreich und Belgien in den 90ern. Als mit dem Schengener Abkommen die Grenzkontrollen abgeschafft wurden, bedeutete das für viele Grenz-/Zollbeamte entweder die Versetzung oder eine ungeliebte Zusammenarbeit mit den Nachbarn.  Jahrelang hatte man sich argwöhnisch beäugt. Und jetzt soll man zusammenarbeiten? Besonders hart trifft diese Entwicklung den stolzen Belgier Rubens Vandervoorde (Benoit Poelvoorde), dessen schlimmste Befürchtungen wahr werden, als er zum mobilen französisch-belgischen Patrouillendienst antreten soll. Und das ausgerechnet mit dem verhassten französischen Kollegen Mathias (Dany Boon), der noch dazu mit seiner hübschen Schwester liiert ist.

Do it again, Dany! In der deutschen Synchro gibt es diesmal keinen neu-kreierten Dialekt, sondern auf Seiten der Belgier eine Mischung aus Ostfriesen- und Ruhrpott-Platt. In Frankreich läuft der Film mit großem Erfolg (über 5 Millionen Besucher) seit Anfang Februar in den Kinos. Und mit etwas Phantasie kann man auch hierzulande am 28. Juli über die Streitereien bzw. Eigenheiten der Franzosen und der Belgier lachen. Ich habe mich köstlich amüsiert.



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