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Apr 2011
11
Daniel Barnz: „Beastly“ (USA 2010), gesehen am 10.04.2011 in Münster

Ein Pamphlet gegen jugendliche Oberflächlichkeiten im Gewand einer antiseptisch sterilen High-School-Romanze? Wie passt das zusammen? Kurze Antwort: Gar nicht. Keine leichte Aufgabe also für einen Regisseur, bei dem man so wenig Fingerspitzengefühl nicht vermutet hätte. Die Geschichte von der Schönen und dem Biest ist hier die Geschichte von der Schönen (Vanessa Hudgens) und dem Tätowierten. Sehr frei nach dem Jugendbuch von Alex Flinn oder besser dem Original von Jeanne Marie Leprince aus dem Jahr 1756 wird ein Schönling (Kyle Kingson (Alex Pettyfer)) mit einem Fluch von der bösen High-School Hexe Kendra (Mary-Kate Olsen) belegt und hat ein Jahr Zeit, um als hässliches Entlein die Liebe seines Lebens zu finden. Als zweiten Erzählstrang fügte Regisseur und Drehbuchautor Daniel Barnz noch einen Vater-Sohn-Konflikt hinzu. Kyles Vater, ein erfolgreicher Fernsehjournalist, verbannt seinen Sohn zudem in eine Wohnung außerhalb der Stadt, wo er sich zusammen mit einem blinden Hauslehrer (Neil Patrick Harris aus „How I met Your Mother“) zunächst in Selbstmitleid ergeht, bis eine reichlich konstruierte Schicksalswendung seine ehemalige Mitschülerin Lindy (Vanessa Hudgens) in das Haus einziehen lässt. Zu schön, zu flach, zu wenig von der Intention des Originals verstanden, zu wenig bissig, zu kitschig… diese Liste könnte man endlos fortsetzen. Schnell vergessen.



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