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Jul 2012
03
„Copacabana“ von Marc Fitoussi

Manchmal reicht die Zeit nicht aus für eine ausführliche Kritik mit Plakat und Videotrailer. Deshalb wollen wir – auch mit den neuen Möglichkeiten der mobilen Texteingabe – wieder verstärkt auf unsere kurzen Blogeinträge zurückgreifen. Denn wir sehen natürlich mehr Filme als wir hier ausführlich vorstellen können. Unser Hauptaugenmerk wird aber nach wie vor und auch in Zukunft auf den „normalen“ Filmkritiken liegen.

Zum eigentlichen Thema: Ich habe gestern „Copacabana“ von Marc Fitoussi gesehen. Die französische Mutter-Tochter-Komödie mit Isabelle Huppert und ihrer (wahren) Tochter Lolita Chammah hat mich ein wenig an „Ma part du gateau“ („Mein Stück vom Kuchen„) von Cédric Klapisch erinnert. Vielleicht, weil es auch um eine starke Frauenfigur geht? Ich weiß es nicht. Marc Fitoussi, der auch das Drehbuch zu dieser unterhaltsamen Dramödie schrieb, erzählt die Geschichte von Babou (Isabelle Huppert). Babou, die eigentlich Elizabeth heißt, ist ein Kind der 60er, ein Freigeist, ungebunden, unangepasst und ständig pleite. Ihre 22-jährige Tochter liebt sie über alles. Das beruht allerdings nicht auf Gegenseitigkeit. Esméralda ist das komplette Gegenteil ihrer Mutter. Als Esmé von ihrer bevorstehenden Hochzeit erzählt und ihre Mutter bittet, der Hochzeit fern zu bleiben, bricht für Babou eine Welt zusammen. Durch den neuen Job bei einer Immobilienfirma will sie allerdings ihr Leben neu ordnen.

Eine Tochter, die im Studium das Geld für die Miete (auch für die Mutter) aufbringt, Babous schneller Aufstieg als ungelernte Immobilienverkäuferin zum Verkaufsstar, ihr Verhältnis mit einem jungen Werftarbeiter, vieles im Drehbuch von Fitoussi wirkt arg konstruiert. Doch Isabelle Huppert genießt es sichtlich, an der Seite ihrer Tochter die durchgeknallte Mama zu verkörpern. Deshalb dürfte „Copacabana“ nicht nur allen Huppert-Fans ein kurzweiliges Vergnügen bereiten. Jetzt im Kino.



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