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Jun 2015
20
„City of McFarland“ von Niki Caro

Hach, Kevin Costner. Der einstige Superstar von Oscar-Abräumern wie „Der mit dem Wolf tanzt“ (1990), oder „JFK – Tatort Dallas“ (1991), hat sich in den letzten zwei Dekaden wunderbar eingerichtet in mittelgroßen Filmen, in denen er ohne großes Aufhebens sein darstellerisches Talent darbieten kann. Ein guter, nuancierter Darsteller ist er dabei immer geblieben – das weiß jeder, der mal die großartige Mini-Western-Serie „Hatfields & McCoys“ gesehen hat. Auch in Sportlerdramen spielt er regelmäßig.

„City of McFarland“ ist auch so ein vorhersehbares Sportlerdrama, und wie stets ist zu befürchten, dass sich das deutsche Publikum nicht die Bohne dafür interessieren wird. Obwohl es hier mal nicht um Baseball oder Football, sondern um Leichtathletik geht. Costner kommt also als leicht abgetakelter Sportlehrer an eine überwiegend von Latinos besuchte High School in einem kalifornischen Kaff und formt ein anfangs demotiviertes Team zu erfolgreichen Querfeldeinläufern.

Das dramaturgische Muster ist dabei dasselbe wie in ungezählten anderen Du-kannst-wenn-du-willst-Sportfilmen, doch Regisseurin Niki Caro („Whale Rider“) inszeniert das überraschend klischee- und kitschfrei, mit guten Typen und Gespür für soziokulturelle Realitäten. Und Costner? Wie immer eine Bank.

 

 

 



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