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Mrz 2015
08
„Chappie“ von Neill Blomkamp

Der südafrikanische Regisseur Neill Blomkamp hat sich mit „District 9“ und „Elysium“ als Spezialist im Entwerfen dystopischer Science-Fiction-Welten etabliert. Sein neues Werk ist ihm missglückt. In „Chappie“ erzählt er von einem Androiden mit künstlicher Intelligenz, der in Johannesburg gegen das im Zukunftsjahr 2016 (!) aus dem Ruder laufende Verbrechen kämpfen soll. Seinem Konstrukteur Deon („Slumdog Millionär“ Dev Patel) wird er jedoch geklaut, und in den Händen der Verbrecher Ninja und Yolandi (gespielt vom Kapstädter Trash-Rap-Duo „Die Antwoord“) entwickelt er sich zum Bösewicht „Chappie“.

Das erste Drittel, das von der kindlichen Menschwerdung des Androiden erzählt, inszeniert Blomkamp vielversprechend als Mischung aus „Robocop“ und 80er-Jahre-Robo-Klassikern wie „Das Wunder in der 8. Straße“. Dann aber gleitet „Chappie“ in die Gefilde routinierter Actionware ab und verliert im Minutentakt an Reiz.

Schräge Besetzungsideen wie Hugh Jackman (mit abstruser „Vo-ku-hi-la“-Frisur) als Deons fieser Konkurrent und Gaststars wie Sigourney Weaver können nicht verhindern, dass man sich spätestens während des zähen Showdowns in ein „Transformers“-Filmchen a lá Michael Bay versetzt fühlt.

 




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