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Jun 2016
27
Café Belgica

Der 1977 in Gent geborene Felix van Groeningen gilt seit seinem oscarnominierten letzten Film, dem staunenswert intensiven Liebes- und Krankheitsdrama „The Broken Circle„, als wohl heißeste Nummer des belgischen Kinos; derzeit dreht er erstmals in Hollywood. Davor widmete er sich halbautobiografisch seinem Lieblingsthema, der Rockmusik und dem damit bisweilen einhergehenden Lifestyle der gepflegten Selbstzerstörung. In „Café Belgica“, seinem fünften Spielfilm, erzählt er von zwei sehr ungleichen Brüdern (beeindruckend: Stef Aerts und Tom Vermeir), die ein verschlafenes Café zum Musikclub umbauen, rasend erfolgreich werden und dann im Strudel von Drogen, Sex und Gewalt unter die Räder kommen.

Angeblich hat es das Café wirklich gegeben. Aber auch wenn die Geschichte über das Café dramaturgisch weniger effektiv abläuft als die im (auf einem Theaterstück basierenden) Vorgängerfilm und das Tempo in etwas langen zwei Stunden mitunter lahmt, ist die Sogwirkung wieder beträchtlich. Die Musik stammt durchweg vom versiert-variablen Musik- und DJ-Team Soulwax. Damit ist van Groeningen längst kein Geheimtipp mehr. Genauso wenig wie seine Belgier bei der Euro 2016 in Frankreich.

 

 

Kritikerspiegel Café Belgica



Gian-Philip Andreas
Westfälische Nachrichten
6/10 ★★★★★★☆☆☆☆ 


Christian Gertz
nadann... Wochenschau, mehrfilm.de
6/10 ★★★★★★☆☆☆☆ 


Carsten Happe
Der Schnitt, filmgazette
7/10 ★★★★★★★☆☆☆ 


Durchschnitt
6.5/10 ★★★★★★½☆☆☆ 


 

Weitere Noten zu aktuellen Kinofilmen findest Du in unserem Kritikerspiegel.

 

 

 

 



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