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Feb 2014
13
Berlinale 2014 – Generation 14plus – „52 Tuesdays“ von Sophie Hyde

Bild (c) Berlinale 2014

Bild (c) Berlinale 2014

Ein Jahr ist eine lange Zeit, besonders in deinem Alter„, sagt Jane zu ihrer jungen Tochter Billie, die gerade mit zwei Schulkameraden ihre erotische Neugier mit heimlichen Handkamerafilmen auslebt. Was dieses Jahr für die 16-Jährige Hauptfigur von Sophie Hydes nuanciertem Jugenddrama besonders lang erscheinen lässt, ist der Umstand, dass sie es bei ihrem Vater verbringen soll.

Jane durchläuft eine Veränderungsphase, die mindestens ebenso fordernd und diffizil ist wie Billies Schritte ins Erwachsensein: eine lang ersehnte Hormonbehandlung und eine OP sollen Jane mehr zu dem Mann machen, als der sie sich seit jeher fühlt. Nach außen hin hat Billie die Entscheidung ihrer Mutter vollkommen akzeptiert, unterbewusst jedoch verunsichert sie die radikale Veränderung, die Jane per Video dokumentiert – ähnlich wie Billie die sexuellen Begegnungen mit ihren Freunden filmt.

Die titelgebenden „52 Tuesdays“ sind die Zeit, die Mutter und Tochter während der Umbruchphase miteinander zu verbringen vereinbaren. Sie stehen den Handlungskapiteln als emotionale Vignetten voran. Janes körperliche Veränderung wird zur Folie für Billies geistige Reifung, die am Ende keineswegs abgeschlossen ist. Gleiches gilt für einige der psychischen Konflikte, die Hyde anspricht, doch der feine Humor und unverkrampfte Umgang mit der Transgender-Thematik erleichtern das Ertragen einer gewissen Unsicherheit – eine Fähigkeit, die nicht nur für die Protagonisten des einfühlsamen Familienstücks bedeutsamer ist als absolute Determiniertheit.

Berlinale 2014 – Generation 14plus
Regie: Sophie Hyde
Australien 2013
114 Minuten

Sa. 08.02., 20:00h Haus der Kulturen der Welt Kino 1;
So. 09.02., 16:30h CinemaxX 3; Do. 13.02., 09:30h Zoo Palast 1;
Sa. 15.02., 15:30h Cubix 8



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