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Feb 2013
09
Berlinale 2013 – Perspektive Deutsches Kino – „Freier Fall“ von Stephan Lacant

Szene aus dem Film Freier FallZweiter Berlinaletag, nächster Eröffnungsfilm. Diesmal für die Sektion „Perspektive deutsches Kino“, die in den letzten Jahren schon einige Hoffnungsträger hervorgebracht hat. „Freier Fall“ von Stephan Lacant hatte bereits vorab einen festen Verleih und Kinostarttermin. Ob es auch an der Besetzung lag? Mit Max Riemelt, Hanno Koffler und Katharina Schüttler ist er sehr prominent besetzt. Die Story klingt nicht neu, aber zunächst vielversprechend: junger Polizist beginnt auf einer Fortbildung eine Affäre mit einem Hetero-Kollegen – dessen Freundin zudem gerade auch noch schwanger ist. Gefühlschaos also allerorten, doch aus dem allgemeinen Ausnahmezustand destilliert Lacant einen Film, den man schon komplett zu kennen scheint, bevor man ihn ganz gesehen hat, so durchsichtig werden die Konflikte übereinander gestapelt, dass jede Szene und ihr unweigerlicher Ausgang lange antizipiert werden kann.

Homo- und Hetero-Klischess, Stereotypen in einem biederen Korsett, öde und ideenlos hangelt sich „Freier Fall“ durch seine Fernsehbilder und bietet letztlich genau das nicht, was die Programmreihe verspricht: eine neue Perspektive. Ein erstes Highlight hatte dagegen das Forum mit Matt Porterfields melancholischem „I Used To Be Darker“ zu bieten, der frisch vom Sundance Festival herüber gereicht wurde.

Berlinale 2013 – Perspektive Deutsches Kino
R.: Stephan Lacant
Deutschland 2013

Sa. 09.02. 13:00h Colosseum 1; Sa. 09.02. 20:30h CinemaxX 1;
So. 10.02. 21:30h Toni & Tonino (Kiez-Kino)



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