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Feb 2015
27
„Bande de filles“ von Céline Sciamma

Seit „Water Lilies“ und „Tomboy“ zählt die 34-jährige Céline Sciamma zu den aufregendsten Filmemacherinnen Frankreichs. Ihr neuer, fast nur mit Laien besetzter Film (nominiert für fünf Césars!) ist fast noch besser geraten als die Vorgänger: Sciamma führt in die überwiegend von Menschen mit Migrationshintergrund bewohnten Plattenbausiedlungen der Pariser Banlieues – und anhand der 15-jährigen Schulabbrecherin Marieme (stark: Karidja Touré) einmal in die Welt kleinkrimineller Mädchenbanden hinein und dann wieder hinaus: Selbstermächtigung in vier packenden, auch von jeder Menge Musik vorangetriebenen Kapiteln.

„Bande de filles“, der auch den internationalen Verleihtitel „Girlood“ trägt, ist eine Art Gegenstück zu jener Art Wohlfühl-Sozialromantik, die in „Heute bin ich Samba“ (siehe unsere Kritik) zelebriert wird. Trotzdem enthalten sich Sciammas sorgfältig kadrierte Bilder aller Klischees des Ghetto-Realismus. Absolut sehenswert.

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