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Sep 2016
19
„Auf Augenhöhe“ von Evi Goldbrunner und Joachim Dollhopf

Weil es spätestens seit den „Harry Potter“-Erfolgen kaum noch vorkommt, dass Kinder- und Jugendfilme ohne berühmte Buchvorlagen in Produktion gehen, hat sich die Initiative „Der besondere Kinderfilm“ gegründet, die gezielt Originalprojekte fördert. Ein Jahr nach „Winnetous Sohn“ kam „Auf Augenhöhe“ ins Kino, ein Film, der seinen Titel als eine Respektsbekundung in Richtung der Zielgruppe meint, ihn aber auch ganz wörtlich nimmt.

Denn im Film geht es um den zehnjährigen Waisenjungen Michi (Luis Vorbach), der durch einen alten Brief seiner verstorbenen Mutter auf die Spur seines ihm unbekannten Vaters gebracht wird. Doch Papa Tom ist nicht der coole Athlet, als den Michi ihn sich vorstellt, sondern ein Kleinwüchsiger – auf Augenhöhe mit seinem Sohn. Michi ist enttäuscht, doch allmählich, soviel ist klar, nähern sich die beiden an.

Hauptdarsteller Luis Vorbach und der kanadische Schauspieler Jordan Prentice (bekannt aus Filmen wie „Brügge sehen und …“) geben ein vortreffliches Team ab. Und auch wenn die Spielfilmdebütanten Evi Goldbrunner und Joachim Dollhopf ihren Film durch konventionelle Konflikte auf ein Happy End zulaufen lassen, liefern sie doch sehr feine Beobachtungen all der alltäglichen Diskriminierungen, unter denen Michi und Tom leiden. Das ist zum Glück weder allzu pädagogisch noch plump geraten, sondern gelungenes Kinderkino aus Deutschland.

 

 

Kritikerspiegel Auf Augenhöhe



Gian-Philip Andreas
Westfälische Nachrichten
7/10 ★★★★★★★☆☆☆ 


Frank Brenner
choices, FRESH, etc.
8/10 ★★★★★★★★☆☆ 


Christian Gertz
nadann... Wochenschau, mehrfilm.de
7/10 ★★★★★★★☆☆☆ 


Durchschnitt
7.5/10 ★★★★★★★½☆☆ 





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