BLOG

Okt 2016
08
As I Open My Eyes – Kaum öffne ich die Augen

Nachdem jahrelang gar kein Film aus Tunesien mehr in unsere Kinos kam, folgt nach „Hedis Hochzeit“ nun gleich der nächste. Das bietet eine gute Möglichkeit zum Vergleich, denn beide Filme befassen sich mittelbar oder, wie hier, unmittelbar mit der Stimmung im Land rund um den Arabischen Frühling.

„As I open my eyes“, inszeniert von der jungen Regisseurin Leyla Bouzid, erzählt von der 18-jährigen Farah (tolles Debüt: Baya Medhaffer), die um jeden Preis Musikerin werden möchte – eine Berufswahl, die weder ihre besorgte Mutter, noch ihren meist abwesenden Vater, noch den repressiven Teil der Gesellschaft begeistert. Doch der Film spielt 2010, kurz vor dem Ausbruch der „Arabellion“, die in Tunesien begann und andernorts inzwischen zu noch rigideren Verhältnissen führte. Bouzids Film ist weder agitatorisch noch pathetisch, sondern das präzise Porträt einer jungen Frau und ihres Aufbegehrens unter verschärften Bedingungen. Dafür gab es bereits zahlreiche Festivalpreise, auch in Venedig. Sehenswert.

 

 



Ähnliche Beiträge:

Dieser Beitrag wurde unter Blog abgelegt und mit , , , , , , , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*