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Dez 2016
09
Alle Farben des Lebens

Ray (Elle Fanning aus „The Neon Demon“ von Nicolas Winding Refn) heißt eigentlich Ramona, doch der transsexuelle Teenager möchte viel lieber ein Junge sein. Mutter Maggie (Naomi Watts) hat damit lange gehadert, inzwischen will sie Ray unterstützen. Gemeinsam mit Großmutter Dolly (Susan Sarandon) und deren Lebensgefährtin wohnen Maggie und Ray in einem schicken New Yorker Haus. Man kabbelt sich ein wenig, diskutiert, ist sich aber eigentlich stets einig. Nur Maggies Ex-Mann, der der gewünschten Hormonbehandlung der noch minderjährigen Ray zustimmen muss, schafft Probleme.

Die britische Regisseurin Gaby Dellal hatte eine queere Dramödie im Stil des Indie-Hits „The Kids Are Alright“ im Sinn, bleibt aber deutlich dahinter zurück: Trotz der prominenten und engagiert aufspielenden Besetzung fehlen dem Film echte Konflikte, und während eine ganze Reihe interessanter Fragestellungen fast pädagogisch durchdebattiert wird, plätschert der Plot allzu zaghaft vor sich hin. Ein Renommierstück für die Darstellerinnen: mehr leider nicht.

 

 



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