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Jul 2013
14
„Adieu Paris“ von Franziska Buch

Patrizias Geliebter fällt ins Koma. Aufwachen wird er wohl nie wieder. In Paris, an seinem Krankenbett, lernt die gefeierte Jungautorin (Jessica Schwarz) seine Frau (Sandrine Bonnaire) kennen, von deren Existenz sie nichts wusste. Was nun? Alles neu? Nach der Affäre mit einem Dänen (Thure Lindhardt) rasselt sie wieder mit Frank zusammen, einem Banker (Hans Werner Meyer), von dem sie sich am Flughafen Geld lieh. Der hat, scheint‘s, seine Existenz in einem betrügerischen Fusionsdeal ruiniert. Doch der Betrüger (Gérard Jugnot) ist nett. Und wie findet Frank eigentlich Patrizia?

„Heiter-besinnlich“ nennen öffentlich-rechtliche TV-Sender solch zartbitter zusammenkonstruierten Geschichten von Liebe und Tod, und „Adieu Paris“ entfernt sich inhaltlich kaum davon. Doch Regisseurin Franziska Buch, sonst eher für Kinderfilme („Yoko“) bekannt, vermeidet zum Glück den wohltemperierten Degeto-Tonfall: Ihr Schicksalsdrama setzt auf schicke Parisbilder und sympathische Darsteller und bleibt trotz teilweise arg gestelzter Dialoge überraschend unprätentiös. Kein Meisterwerk, aber nebenwirkungsfrei betrachtbar.

  



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INHALT

Investmentbanker Frank (Hans-Werner Meyer) ist ein Überflieger, immer unterwegs, den nächsten Riesendeal schon in der Tasche. Sein endgültiger Durchbruch in die Chefetage bahnt sich an, als die Fusion der urfranzösischen Wurstfabrik Albert mit einer Schweizer Bank ansteht. Am Flughafen auf dem Weg nach Paris leiht er der Schriftstellerin Patrizia Munz (Jessica Schwarz) spontan das Geld für ein Upgrade ihres Tickets, weil sie vor ihm den Check-In Schalter blockiert und er Gefahr läuft, seinen Termin zu verpassen. Patrizia hat es ebenfalls eilig nach Paris zu kommen. Ihr Geliebter Jean-Jacques liegt nach einem Autounfall im Koma. An seinem Bett auf der Intensivstation muss sie feststellen, dass dort bereits eine andere Frau sitzt. Jean-Jacques´ Ehefrau Francoise (Sandrine Bonnaire), die zunächst nicht daran denkt, die fremde deutsche Frau an ihrer Seite zu dulden. Erst mit der Zeit erkennt Francoise, dass sie die Entscheidung über Leben und Tod von Jean-Jacques nur gemeinsam mit Patrizia treffen kann ... Frank ist inzwischen nach Deutschland zurückgekehrt. Der Millionendeal ist geplatzt; man hat ihn eiskalt getäuscht. Der erfolgsverwöhnte Manager steht über Nacht nicht nur vor der Kündigung, sondern auch vor den Trümmern seiner Beziehung. Frank und Patrizia haben beide den Boden unter den Füßen verloren. Sie kehren unabhängig voneinander nach Paris zurück, um neu anzufangen. Ihre Wege kreuzen sich dort erneut... (Text: Farbfilm Verleih)
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