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Apr 2016
16
„A War“ von Tobias Lindholm

Claus Pedersen (Pilou Asbaek, „Schändung“, „Lucy“) ist ein besonnener Kommandant. Ein Mann, der seine Verantwortung ernst nimmt. Mit einer dänischen Kompanie soll er im afghanischen Nirgendwo von Helmand Taliban aufspüren, doch wer kann im Chaos des Krieges schon Feind und Opfer unterscheiden? Als seine Kompanie in einen Hinterhalt gerät, fordert er Luftunterstützung an – und trifft unter Druck eine fatale Entscheidung.

Zu Hause in Dänemark wird er als Kriegsverbrecher vor Gericht gestellt: Pedersen muss sich für den Tod von elf Zivilisten verantworten. Regisseur Tobias Lindholm, dessen großartiger Piraterie-Thriller „A Hijacking“ skandalöserweise nie in deutsche Kinos kam, ist vor allem als famoser Drehbuchautor bekannt (TV-Serie „Borgen“). In „Krigen“, wie der Film im Original heißt, erörtert er auf zwei Zeitebenen die Frage, ob es im Ausnahmezustand Krieg überhaupt möglich sein kann, ethisch richtig zu handeln.

Wie üblich, hat er keine wohlfeilen Antworten parat, wie überhaupt der Film wohltuend auf Sentimentalitäten und Kriegsfilmstereotypen verzichtet. Zu Recht war „A War“ dieses Jahr für den Oscar für den besten fremdsprachigen Film nominiert. Sehenswert. Nicht verpassen!

 

 

Kritikerspiegel A War



Gian-Philip Andreas
Westfälische Nachrichten
8/10 ★★★★★★★★☆☆ 


Frank Brenner
choices, FRESH, etc.
9/10 ★★★★★★★★★☆ 


Christian Gertz
nadann... Wochenschau, mehrfilm
7/10 ★★★★★★★☆☆☆ 


Stefan Turiak
WIDESCREEN, triggerfish.de
9/10 ★★★★★★★★★☆ 


Durchschnitt
8.5/10 ★★★★★★★★½☆ 





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