Die Mehrfilm-Redaktion empfiehlt in dieser Woche:
- She, A Chinese .... 7/10
- A Serious Man .... 8/10
- Sherlock Holmes .... 7/10
Hier unsere aktuelle Podcast-Folge Filmzeit # 17 mit den besten Filmen des Jahres 2009 anhören...
Hier alle wichtigen Preisträger der Golden Globe Verleihung...
Neu! Sortiert nach Noten:
- A Serious Man .... 8/10
- Antichrist ........... 8/10
- Avatar - Aufbruch nach .... 8/10
- Inglourious Basterds .... 8/10
- Salami Aleikum .... 8/10
- weiße Band, Das .... 8/10
- Wo die wilden Kerle... .... 8/10
- Bright Star ........ 7/10
- Julie und Julia ...... 7/10
- Kabinett des Dr. .... 7/10
- Küss den Frosch .... 7/10
- Mitternachtszirkus ...... 7/10
- Nokan - Die Kunst des .... 7/10
- Nord ......... 7/10
- Schande ........ 7/10
- Sherlock Holmes ...... 7/10
- Soul Kitchen ........ 7/10
- Surrogates - Mein zweites .... 7/10
- Tulpan ........ 7/10
- Verblendung, Die ...... 7/10
- Vorstadtkrokodile 2 .... 7/10
- Wendy und Lucy .... 7/10
- Whatever Works ...... 7/10
- Zombieland ....... 7/10
- 13 Semester ...... 6/10
- Albert Schweitzer .... 6/10
- Dinosaurier - Gegen uns... .... 6/10
- Disneys Eine Weihnachts .... 6/10
- Ein russischer Sommer .... 6/10
- Gesetz der Rache .... 6/10
- Friendship! .... 6/10
- Haben Sie das von den .... 6/10
- Lieber verliebt ...... 6/10
- Liebeslied ...... 6/10
- Lila Lila ...... 6/10
- Planet 51 ........ 6/10
- Same Same but .... 6/10
- Triff die Elisabeths! .... 6/10
- Tür, Die ...... 6/10
- Wenn Liebe so einfach .... 6/10
- New Moon - Biss zur .... 5/10
- Niko - Ein Rentier hebt ab .... 5/10
- Ninja Assassin .... 5/10
- Schachspielerin, Die .... 5/10
- This is love .... 5/10
- Wolkig mit Aussicht... .... 5/10
- Alvin und die Chipmunks 2 .... 4/10
- Ganz nah bei Dir .... 4/10
- Nanga Parbat ...... 4/10
- Unter Bauern ...... 4/10
- Zweiohrküken ...... 4/10
- Arthur und die Minimoys 2 .... 3/10
- Fame ........ 3/10
- Gamer ........ 3/10
- Old Dogs - Daddy oder .... 3/10
- Saw VI ........ 2/10
- Stepfather ........ 2/10
04.02.2010
- Armored ...... 6/10
- Up in the Air .... 6/10
- Verdammnis ...... 6/10
Ein gelungenes Filmfestival? Hier der Abschlussbericht von Christian Gertz...
Hier unser Bericht vom 16ten Internationalen Filmfestival in Oldenburg...
Navid Akhavan und Ali Samadi Ahadi über ihre neue Komödie "Salami Aleikum" im Mehrfilm-Interview...
Neue Kritiken zu älteren Filmen:
- The Libertine ..7/10
- Old Joy .... 7/10
- Let´s Make .. 7/10
Unser Content für das Münsteraner Online-Stadtmagazin echo-muenster.de im Bereich Filmkritiken, Filmnews und mehr. Schaut mal rein, hier...
Ab sofort kann jeder, der eine Kurzkritik schreibt, eine DVD gewinnen!
Christian Gertz  
Er ist nervös. Und sein Publikum im Gefängnis von Folsom Prison tobt. Er ist einer von ihnen, das wollen ihm die mitklatschenden Insassen jetzt und hier mitteilen. Im Hintergrund stimmt die Band einen seiner größten Hits an – Walk the Line. Der Rhythmus geht unter die Haut. Eine großartige Exposition. Mit dieser Szene, einem Wendepunkt im Leben seiner Hauptfigur, eröffnet Regisseur James Mangold die filmische Biographie über den Country-Star Johnny Cash. Sogar seinem Sohn, John Carter Cash, der den Film mitproduziert hat, soll diese Szene am besten Gefallen haben. Sie wirke so authentisch, wurde er zitiert.
Doch der Film hat weit mehr zu berichten als große Auftritte bei unvergesslichen Konzerten eines schillernden Sängers. Das alles und noch viel mehr erfährt der Zuschauer nach einem Zeitsprung in das Jahr 1940 - einem weiteren Wendepunkt im Leben von Johnny Cash. Cash ist acht Jahre alt und in wenigen Filmminuten wird er seinen geliebten älteren Bruder verlieren, der nach einem Unfall an einer Säge seinen Verletzungen erliegt. In diesen Sekunden kommt einem Taylor Hackfords Film „Ray“ in den Sinn. Denn Walk the Line weist verblüffend viele Parallelen zu dem mehrfach Oscar®-prämierten Biopic über das Leben von Ray Charles auf. Auch Ray Charles hatte früh seinen Bruder verloren, auch er hatte lange mit Drogenproblemen zu kämpfen. Zufall? Zumindest wird der große Erfolg von „Ray“ dem Film von Mangold einen guten Weg geebnet haben.
Destilliert man beide Filme auf ihr Grundgerüst, reduziert sich die Zahl der Parallelen. Zum einen wurden sie unabhängig voneinander entwickelt. In "Walk the Line" gab das Ehepaar Cash selbst bereits in den frühen 90er Jahren den Anstoß zu diesem Projekt. Und mit ihrer Geschichte steht nicht wie in "Ray" der Konflikt eines Musikers mit seiner „Behinderung“, sondern die tiefe Liebe eines verheirateten Menschen zu einer Kollegin im Vordergrund. Regisseur James Mangold stellt deshalb ganz bewusst die Zeitspanne von 1953 bis 1968 im Leben seines Stars in den Vordergrund. Während der ersten Tour von Cash mit seinen Mitstreitern Jerry Lee Lewis, Elvis Presley und Roy Orbison, lernt er seine große Liebe kennen – June Carter, herausragend verkörpert durch Reese Witherspoon. Die Entstehung dieser Liebe bildet die einzige Konstante in diesem von Aufs und Abs, Rückschlägen und Erfolgen geprägten Leben des Johnny Cash. Somit ist es auch die einzige Konstante im Film. Eine große Parallele zu „Ray“ kommt dem Zuschauer nach fesselnden 136 Filmminuten dennoch sofort in den Sinn: Über Erfolg und Misserfolg einer filmisch umgesetzten Biographie entscheidet zu aller erst der Hauptdarsteller, der die Figur verkörpert. Sein Spiel trägt maßgeblich zum Gelingen eines Biopic bei. Und da haben beide Filme, „Ray“ mit Jamie Foxx und „Walk the Line“ mit Joaquin Phoenix ein großes Los gezogen. Selten hat man eine beeindruckendere Leistung mit der Verköperung eines Musikers auf der Leinwand gesehen wie in diesen Filmen. Als Joaquin Phoenix im Jahr 2003 zum ersten Mal auf Johnny Cash traf, soll Johnny Cash vor allem eins gewesen sein – sehr nervös. Manchmal ist nur das Leben selbst noch größer als der Film.