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Paranormal Activity


Minimalistisch aber verdammt gruselig

Gian-Philip Andreas  

Was ist berichtenswerter: der Minimalismus dieses sehr gelungenen Horrorfilms an sich - oder der Hype, der ihm seit Wochen vorauseilt?

Mit angeblich nur 11 000 Dollar Budget hat Regie-Newcomer Oren Peli den Film gedreht, von Marketingexperten ist gezielt auf Verknappung gesetzt worden: Nach und nach wurde die Anzahl der Kinosäle gesteigert, in denen der Film lief, bis er dann am Halloween-Wochenende zum Blockbuster wurde und die 100-Millionen-Dollar-Grenze an den Kassen hinter sich ließ. Nicht schlecht für einen Film, der (fast) ausschließlich in einem Haus in San Diego spielt, (fast) nur zwei Personen zeigt und (wirklich) nur aus Homevideo-Aufnahmen besteht.

Der Kniff, das Geschehen aus den subjektiven Perspektiven der jeweils die Kamera führenden Protagonisten zu zeigen, ist seit dem „Blair Witch Project“ zwar nicht mehr originell, aber nach wie vor wirkungsvoll: Das ziemlich verkrachte Liebespaar Katie Featherston und Micah Sloat (so heißen auch die überzeugenden Schauspieler) wird in seinem Haus offenbar von einem Dämonen heimgesucht.

Nachts filmen sich die beiden beim Schlafen, und der Poltergeist macht sich durch Türschlagen und Schrittgeräusche bemerkbar: Minimalismus pur, ohne grauslige Effekte, aber es funktioniert - wahrscheinlich gerade deshalb. Denn was das Filmbudget nicht leisten konnte, leisten die Urängste der Zuschauer.

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