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All the Boys love Mandy Lane


Zehn kleine Negerlein...

Patrick Wildermann  

Drogenkonsum rächt sich sofort, und auf Sex steht sowieso die Todesstrafe. Das weiß jeder, der genügend Teenie-Horrorfilme gesehen hat. Und manchmal wissen es sogar die Protagonisten in Teenie-Horrofilmen – wie im Falle von "Scream", bis heute uneingeholt in Sachen intelligenter Genrereflexion bei gleichzeitigem Nervenkitzelspiel.

"All the Boys love Mandy Lane" von Jonathan Levine ist leider nur eines von vielen Beispielen für ein Slasher-Movie, das hinter diesen selbstironischen Bewusstseinsstand weit zurückfällt. Der Beginn ist zwar vergleichsweise subtil inszeniert und schafft eine Stimmung melancholieumflorter Jeunesse dorée, die von fern an Sophia Coppolas "Virgin Suicides" erinnert.

Da wird in einer vielversprechenden Party-Sequenz die unerreichbare, noch jungfräuliche Traumfrau Mandy Lane (die als Newcomerin gehypte Amber Heard) vorgestellt, deretwegen sich die Männer sogar als Mutprobe vom Dach stürzen – was als blutiger Unfall am Beckenrand statt mit imposantem Sprung in den Pool endet.

Aber im Folgenden, wenn Mandy und ein paar kiffende, koksende und saufende Schulfreunde zu einem Wochenende der erhofften Ausschweifungen auf eine einsam gelegene Farm aufbrechen, gelangt Regisseur Levine über Highschool-Horror-Konfektion nicht mehr hinaus. Ein Mörder schleicht ums Haus, der Strom fällt aus, das Zehn-kleine-Negerlein-Spiel kann beginnen. Dabei bedient der Film nicht nur die abgeschmacktesten Femme-fatale-Klischees, sondern ist auf eine leider übliche, ekelhafte Weise brutal.

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