Ein Ausruf der Empörung: "Drive", einer der umjubeltsten Filme der Saison (u.a. Beste Regie, Cannes 2011), wurde nur für einen einzigen Oscar nominiert: für den Tonschnitt. Über die Oscars sagt das aus, dass bei der Acadamy of Motion Picture, Arts and Sciences, die die Goldstatuen vergibt, offensichtlich niemand mehr jenseits des Wohlgefälligen nach Preiswürdigem suchen mag. Was schade ist, denn einen unerbittlicheren und auch melancholischeren Krimi hat es im Kino schon lange nicht mehr geben. Uneinsichtig.
Das Los Angeles, durch das hier ein namenloser Stuntman wortkarg kurvt, wirkt zwischen muffigen Apartmenthäusern und trockengelegten Kanälen unangenehm stickig. Tagsüber arbeitet der "Driver" in der ... Weiterlesen Aktuell im Kino
Eure Meinung
-
RobbyTobby zu Ziemlich beste Freunde
-
tine zu Barfuss auf Nacktschnecken
-
Christian Gertz zu Muppets, Die
-
tine zu Muppets, Die
-
Snooge zu Rubbeldiekatz
-
Bald im Kino
Neueste Kritiken
DriveEin Ausruf der Empörung: "Drive", einer der umjubeltsten Filme der Saison (u.a. Beste Regie, Cannes 2011), wurde nur für… »
Ein riskanter PlanIrgendetwas stimmt nicht. Ein gutaussehender Mittdreißiger checkt in ein New Yorker Nobelhotel ein. Das kostenlose Upgrade… »
Ziemlich beste FreundeGanz Europa ist von Hollywood besetzt. Ganz Europa? Nein! Ein von unbeugsamen Franzosen bevölkertes Land hört nicht auf,… »
Junge mit dem Fahrrad, DerEin wenig altersmilde sind sie schon geworden, die großen Regisseure des Weltkinos. Sei es Martin Scorsese, der mit "Hugo… »
Mein liebster AlptraumEine herbe, unterkühlte französische Galeristin in Paris, deren Ehe zu einem Verleger am eisigen Tiefpunkt angelangt ist. Wer… »
Redaktions-Monatscharts
1. Die Muppets 7,5/10
2. Chinese zum.. 7/10
3. Drive 6/10
4. Verblendung 5,5/10
5. The Artist 5,5/10
6. Das System - Alles.. 5,5/10
7. Helden des Polarkreises 3/10
[-> zur kompletten Übersicht..]
Redaktions-Jahrescharts
Schlagwörter
2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 Action Alex Animation / Komödie Deutschland Dokumentation Drama Drama / Abenteuer Drama / Komödie Drama / Thriller Eric Fellner Film Filmkritik Frank Frankreich GB Großbritannien Hans Zimmer Horror / Thriller James Newton Howard Komödie Komödie / Drama Kritik Maria Mutter Review Rezension Spielfilm Thriller Thriller / Action / Drama Thriller / Drama Tim Bevan Trailer USAmehrfilm twittert





Irgendetwas stimmt nicht. Ein gutaussehender Mittdreißiger checkt in ein New Yorker Nobelhotel ein. Das kostenlose Upgrade auf eine größere Suite schlägt er aus. Den hilfsbereiten älteren Pagen mit dem gegerbten Gesicht fragt er, ob es für den bereit stehenden Champagner zum Hummer mit Pommes Frites am Morgen nicht zu früh sei. Gast und Page, so wird vermutet, scheinen sich zu kennen. Rückblende. Der Fremde, so erfährt es nun der Zuschauer, ist der Ex-Sträfling Nick Cassidy. Kurz zuvor, an der Hotel-Rezeption, hatte er sich noch mit einem anderen Namen vorgestellt. Somit dürfte dann auch jedem noch so unerfahrenen Krimifan klar sein, dass das Hotel Schauplatz eines ...
Ganz Europa ist von Hollywood besetzt. Ganz Europa? Nein! Ein von unbeugsamen Franzosen bevölkertes Land hört nicht auf, Hollywood Widerstand zu leisten. Und so weiter, und so fort.
Den Tod der europäischen Filmkomödie herbei zuschreiben, gehört zum guten Ton hiesiger Feuilletons, ebenso wie im Jahrestakt wenn schon nicht ihre Auferstehung, so doch wenigstens ein etwaiges Lebenszeichen zu preisen. Wo der skandinavische Film samt seiner nicht selten lakonisch-trockenen Art noch hauptsächlich in Liebhaberkreisen stattfand, mauserte sich Deutschlands großer Nachbar im Westen in Sachen Kino still und heimlich zum Kritiker- und (!) Publikumsliebling. Nach Dany Boons WILLKOMMEN BEI DEN SCH‘TIS f olgt mit ZIEMLICH BESTE FREUNDE nun ein ...
Ein wenig altersmilde sind sie schon geworden, die großen Regisseure des Weltkinos. Sei es Martin Scorsese, der mit "Hugo Cabret" seinen ersten Kinderfilm dreht, Woody Allen mit seinem touristisch-gefälligen " Midnight in Paris ", Aki Kaurismäki mit seiner wundersamen Warmherzigkeit in " Le Havre " oder Steven Spielberg mit seinem hemmungslosen Pathos in "War Horse", der in Deutschland "Gefährten" heißt. Auch die Dardennes, belgische Wahlverwandte des britischen Sozialrealismuskinos à la Ken Loach und Mike Leigh, haben die unbarmherzige Härte ihrer Meisterstücke "Der Sohn" (2002) und "Das Kind" (2005) ein wenig zurückgefahren und bieten in ihrem neuesten Werk "Der ...
Eine herbe, unterkühlte französische Galeristin in Paris, deren Ehe zu einem Verleger am eisigen Tiefpunkt angelangt ist. Wer würde bei der Besetzung nicht sofort an Isabelle Huppert denken? Allerdings ist „Mein liebster Alptraum“ kein grämendes Seelendrama, indem die Huppert gerne die Bandbreite ihres Könnens ausspielt, sondern ein weiteres Beispiel für die grassierende Welle französischer Wohlfühlkomödien, die ihren Reiz aus dem Zusammenprall bourgeoiser Kulturbürger mit der Arbeiterklasse beziehen: siehe "Ziemlich beste Freunde". Hier also gerät die Huppert ganz unwahrscheinlich, aber bald auch amourös an den prolligen Filou Benoît Poelvoorde ("Nichts ...
Ach ja, die Muppets! Nach ihrem letzten Kinoabenteuer anno 1999 krähte lange kein Hahn mehr nach ihnen. Das lag sicher daran, dass "Muppets aus dem All" von Tim Hill eine ziemliche Gurke war. Allerdings war mit "Toy Story" (1995) in Sachen Kinder-Entertainment auch eine neue, digitale Ära eingeläutet worden, in der das Spiel mit Hand- und sonstigen Puppen plötzlich ziemlich alt aussah. Jedoch: Jim Hensons Muppets, deren von 1976 bis 1981 ausgestrahlte Show bis heute legendär ist, hatten sich nie ausschließlich an Kinder gerichtet: Die Knollennasen-Puppen waren stets durch sehr erwachsene Selbstironie aufgefallen. Zudem wurde die anarchische Varieté-Show regelmäßig von echten Pop-Stars ...
Die Golden Globes werden jedes Jahr von der Hollywood Foreign Press Association (HFPA), dem Verein der Auslandspresse in Hollywood vergeben. Sie gelten nach dem Oscar als zweitwichtigster Filmpreis. Es soll auch Branchenkenner geben, die der Verleihung das größere Gewicht in punkto Qualität der Filme beimessen als bei allen anderen Preisverleihungen. Wie auch immer.
Eine Gruppe aus etwa 100 internationalen Journalisten trifft die Entscheidungen über die Vergabe der Globes. Die Feierlichkeiten zu der 69. Verleihung im Jahr 2012 brachten neben der gewohnt bissigen und unterhaltsamen Moderation von Ricky Gervais nur wenige Überraschungen. Alle Darstellerinnen waren auffallend schlicht gekleidet. Die ...
Als die norwegische Produktion "Anne liebt Philipp" 2011 den Berlinale-Kinderfilmwettbewerb "Generation" eröffnete und damit für großen Jubel sorgte, hieß Philipp noch Jorgen. Aber angesichts der Tatsache, dass man inmitten all der x-fach aufgegossenen Kommerz-Franchises und Chipmunk-Quietschereien froh genug sein kann, wenn es internationales Qualitätskino für Kinder überhaupt noch auf deutsche Leinwände schafft, darf man über derlei überflüssige Eindeutschungskosmetik gerne hinwegsehen.
Ansonsten sagt der Titel schon alles über die Story: Ein Mädchen liebt einen Jungen. Philipp ist neu in der Klasse. Doch nicht nur die zehnjährige Titelheldin verschießt sich ...
" Wer will noch einmal, wer hat noch nicht ." Getreu diesem Motto werden in letzter Zeit - so hat es zumindest den Anschein - auf Fernseh-Niveau inszenierte Komödien ins Kino gehoben, unsere sympathischen und beim Massenpublikum beliebten Darsteller werden es schon richten. Und als Hybrid, also ein von einer Fernsehanstalt unterstützter Spielfilm, der zunächst im Kino und anschließend im Fernsehen gezeigt wird, scheint das Risiko nicht mehr allzu groß zu sein. So die Vermutung, wenn man sich das jüngste Produkt dieser Entwicklung anschaut. "Offroad" von Elmar Fischer. Der deutsche (Kultur-)Förder-Irrsinn treibt wieder einmal seltsame Blüten.
Elmar Fischer, der 2003 mit seinem Regiedebüt "Fremder ...
Zeitgleich zu „ Der Mann mit der Narbe “ hat Koch Media in seiner Film Noir Collection Carol Reeds meisterlichen „Ausgestoßen“ herausgebracht.
Im Nachkriegs-Belfast angesiedelt, folgt das Thriller-Drama Johnny McQueen (James Mason), dem Anführer einer Widerstandsgruppe, der sich seit einigen Monaten vor der Polizei versteckt hält. Zur Finanzierung weiterer Aktivitäten ist ein Überfall geplant, um die Lohngelder eines Industrieunternehmens einzusacken. Bei der Flucht gerät Johnny aber mit einem Wachmann aneinander, so dass sich bei der anschließenden Rangelei mehrere Schüsse lösen. Seine Komplizen schaffen es nicht, ihren schwer verletzten Anführer vollständig ins Auto zu ziehen. Bei der rasenden Fahrt durch ...
Bestenlisten und Kunst? Das passt. Bestenlisten gehören zur Kunst. Genauso wie die produktive Auseinandersetzung mit eben jener. Zudem geben Listen nicht selten Aufschluss darüber, aus welcher Richtung Kunst konsumiert, rezipiert und rezensiert wird. In der Filmkunst, in der mittlerweile Woche für Woche unzählige Werke produziert und konsumiert werden, liefert die Bestenliste manchmal ein Hilfsmittel, um eine Vorauswahl zu treffen. Für den Konsumenten und für den Rezensenten.
Was einen guten von einem schlechten Film unterscheidet, diese Frage wird jeder Konsument für sich unterschiedlich beantworten. Fakt ist: Wir von mehrfilm.de lieben Bestenlisten! Diese werden auch weiterhin ...
Culture-Clash-Komödien funktionieren immer, besonders in der kalten Jahreszeit: Zwei Personen verstehen sich nicht, ihre Kulturen prallen aufeinander, am Ende aber haben sie sich gegenseitig zu besseren Menschen gemacht. Was von diesem Film, gedreht vom Argentinier Sebastián Borensztein, inhaltlich zu erwarten ist, wäre damit also schon geklärt, und tatsächlich: Überraschungen gibt es nicht. Dennoch reicht´s zu amüsanter Unterhaltung. Das liegt vor allem an Hauptdarsteller Ricardo Darín, der im Oscar-Hit "In ihren Augen" zuletzt im dramatischen Fach brillierte.
Ricardo Darín spielt den Eigenbrötler Roberto, einen griesgrämigen Krämer, einen ...
Marjane Satrapi ist in Deutschland nicht durch ihre preisgekrönten Graphic Novels bekannt geworden, sondern über den Film, den sie - zusammen mit dem Regiekollegen Vincent Parronaud - aus einem ihrer Werke gemacht hat: "Persepolis". Die Verfilmung begeisterte 2007 mit ihrem grafischen Schwarz-weiß-Minimalismus selbst Comic-Verächter. In ihrem zweiten Film nun, wiederum eine Verfilmung eines ihrer Bilderromane, wandert die in Frankreich lebende Exil-Iranerin zurück in die ausklingenden 50er Jahre.
Damals hatte das Leben in Teheran mit dem heutigen Repressions-Apparat der Mullahs wenig zu tun; betrachtet man den Film, entsteht fast der Eindruck, es handelte sich dabei um ein ...