"It's a girl. Where's the trash can?" - Er ist wieder da: Nach anarchischen Rapper ("Ali G In da House"), kasachischen und österreichisch homosexuellen Lachmuskel Attacken ("Borat", "Brüno") in den letzten Jahren bläst Comedian Sacha Baron Cohen nun also erneut zur Attacke aufs Zwerchfell des satiregeschärften Publikums und beglückt diesmal als sarkastisch-entlarvende Kunstfigur "General Aladeen" die Großraumkinos und Zuschauer dieser Welt. Die Frage muß daher folgerichtig lauten: würde es ihm in all seiner Ambitioniertheit, die verlogene amerikanische Doppelmoral zu entlarven, erneut gelingen, bei seinem mittlerweile drittem Schauspielauftritt wieder an die satirische Schärfe / Gagdichte seines erfolgreichen und ... Weiterlesen Aktuell im Kino
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Redaktions-Monatscharts
1. Our Idiot Brother 7,5/10
2. 50/50 - Freunde.. 7/10
3. Liebenden, Die 7/10
4. 21 Jump Street 4,5/10
5. The Cold Light.. 3,5/10
6. Bel Ami 3,5/10
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" Dumm ist der, der Dummes tut ", wusste schon Forrest Gump, und in dieser Hinsicht ist Ned wahrlich der Idiot des Titels, der für den Verkauf von Marihuana an einen Polizisten mal eben für ein paar Monate in den Knast wandert. Danach hat seine Freundin einen Neuen und verjagt ihn vom gemeinsamen Ökobauernhof, seinem angestammten, überschaubaren Biotop. Einzig Willie Nelson bleibt ihm noch, sein treuer Golden Retriever, mit dem sich der Neo-Hippie sanft in den gut gepolsterten Schoß seiner entfremdeten Familie fallen lässt.
Kein schlechter Ausgangspunkt für eine hübsche Social-Clash-Komödie, möchte man meinen, und hat dabei längst den liebenswerten Slacker ins Herz ...
"I'm going to ask you a few questions. Do you dream while you're under?" "I only dream about you." - Zuletzt hinterließ Luc Besson, Regisseur des "Actionklassikers" "Léon - der Profi" und der Weltraumspaßgranate "Das fünfte Element" mit Hauptdarsteller Bruce Willis, mit seinen halbgaren "Transporter"-Actionfließbandproduktionen (als Produzent) einen eher zwiespältigen Eindruck beim jungen Kinopublikum: bei relativ dünnen Handlungen und allerlei (jedoch überzeugenden) Actioneinlagen wünscht man sich zum einen den umtriebigen Franzosen auf den Regiestuhl zurück. Und zum anderen wünscht man sich talentierte Drehbuchautoren, die seinen Produktionen wieder ensprechenden "Glanz und Gloria" der 90er ...
Bereits 1982, mit seinem Kurzfilm VINCENT , gab Tim Burton einen ersten groben Über- und Einblick in seinen Geist und sein mögliches zukünftiges Schaffen. Acht Jahre sollte es dauern, bis der Amerikaner in seinem vierten Langfilm dann ganz bei sich angekommen war: Aus heutiger Perspektive ist EDWARD SCISSORHANDS möglicherweise nicht der qualitative Zenit von Burtons Œuvre, wohl aber dessen absolutes Zentrum und Bezugspunkt.
Denn aller satirischen Überzeichnung und den realitätsverfremdenden Märchenelementen des Films zum Trotz, dieser schüchterne Junge mit den Scheren anstelle von Händen ist eben nicht nur der Prototyp des Außenseiters ...
Zugegeben - die Serie war doof, aber damals ein Renner: Eine Handvoll junger Cops klärte undercover und als Schüler verkleidet Verbrechen an US-Highschools auf – mit krass gefönten Popperfrisuren. Heute ist die Reihe aus den späten Achtzigern vor allem deshalb berühmt, weil Johnny Depp darin bekannt wurde. Warum aber jetzt ein Kino-Nachklapp?
Weil die Ideenarmut in Hollywood inzwischen nicht mehr zu kaschieren ist, setzt die rotzige Inszenierung der sonst als Trickfilmer bekannten Regisseure Phil Lord und Chris Miller auf Selbstironie: "Sie recyceln den gleichen Scheiß immer wieder und hoffen, dass wir’s nicht merken", heißt es im Film einmal über den aufgewärmten ...
Filmemachen nach Zahlen: Wer bereits bei dem deutschen Titel an die US-Serie "Ausgerechnet Alaska" ("Northern Exposure") aus den Jahren 1990 bis 1995 denkt, der liegt nicht ganz falsch. In diesem Fall schicken wir auch einen Sonderling in ein kulturell fremdes Umfeld, sorgen für einen Kulturschock und lassen ihn dann die neue Umgebung liebgewinnen. Tausendmal gesehen, nicht zuletzt auch im deutschen Film und Fernsehen. Wenn Joachim Król diesen Sonderling spielt, liegt die Messlatte zudem hoch.
Zu viele Figuren dieser Art hat er schon gespielt, man denke nur an das schöne Rail-Movie "Zugvögel", in dem er einst als Fahrplan-Fetischist nach Lappland reiste. In der ...
"Hey! Why you messin' with my tasty cakes." - Um beim Kinopublikum mit den Adaptionen Janet Evanovichs erfolgreich zu sein, bedarf es ebenso einer/s fähigen Regisseurs/in und talentierten Drehbuchautors/in wie einer sympathischen Hauptdarstellerin. Regisseurin Julie Anne Robinsons Leinwand-Umsetzung des populären Abenteuers von Stephanie Plum wirkt aber so, als hätten die Autoren der "Sesamstraße" beschlossen, einen Krimi zu inszenieren, dabei den Machern von "Lethal Weapon" und "CSI New York" über die Schultern geschaut, nichts von ihrer Recherche verstanden und dabei ihr untrügliches Gespür für das Komische in den absurdesten (zwischenmenschlichen) Situationen verloren. Darüber hinaus erfährt der Film den ...
"I thought if I came out here it would stop. Back home, every place reminded me of her. Filippe's on Third Street. Balboa Park. Little Dom's, the coffee shop, that... That's a big one." - Zoos sind eine wunderbare Sache, haben für viele geradezu etwas "magisches" an sich. In unzähligen Filmen standen sie schon mal mehr, mal weniger erfolgreich "Pate", zuletzt in Francis Lawrence ambitioniertem Drama "Wasser für die Elefanten" aus dem Jahre 2011. Im aktuellen Kinojahr 2012 darf man nun auch mit Interesse verfolgen, wie sich Regisseur Cameron Crowe mit seinem aktuellem Film "Wir kaufen einen Zoo" qualitativ schlägt. Zumal der ehemalige Erfolgsgarant ("Jerry McGuire - ...
Zwei außergewöhnliche Filme feiern diese Woche (am Mittwoch, 19 Uhr im Cineplex und am Freitag, 11. Mai um 19 Uhr im Cinema) ihre Welt-Premiere in Münster. Der in Sofia geborene und in Münster lebende Filmemacher Mihail Pandoursky (mehrfach ausgezeichnet für u.a. "Der einzige Zeuge", 1990 und "Golgotha", 1994) stellt zusammen mit seiner Hauptdarstellerin Iva Gocheff und seinem Hauptdarsteller Georgi Staykov sowie dem Filmkomponisten Konstantin Tsekov seinen Mystery-Thriller " Incognita " vor. Nur zwei Tage später, am Freitag, präsentiert Filmemacher Ragnar Kopka seine filmische Kollage " Ich lebe träume ".
Der Regisseur und Kameramann Ragnar Kopka interessiert sich seit Jahren für die ...
"I´m Alan Lombardo, stage three lymphoma. Pleased to meet you." - Krebs- und Alltagsdramen scheinen ja spätestens seit Regisseur Alejandro González Iñárritus´ Erfolg "Biutiful" oder Andreas Dresens Filmpreisgewinner "Halt auf freier Strecke" im Mainstream angekommen zu sein. "50/50 - Freunde fürs Überleben" mit Hauptdarsteller Joseph Gordon-Levitt ("Inception", "500 Days of Summer") entpuppt sich aber bei näherer Betrachtung keineswegs als ebenso heftiger Schlag in die Magengrube wie einst "Biutiful" oder "Halt auf freier Strecke", sondern (trotz der gleichen inszenatorischen Vorhersehbarkeit) Dank der gut aufgelegten und sympathischen Darstellerriege und des komödiantischen ...
Er wird einfach immer besser: Nachdem Ti West dem Kino mit HOUSE OF THE DEVIL vor nicht allzu langer Zeit die wohl liebevollste Genreverehrung und -verinnerlichung der letzten Jahre beschert hat, waren die Erwartungen hoch, doch auch dem neusten Streich gelingt es problemlos, sich in das augenscheinlich stetig (noch) besser werdende Œuvre des Regisseurs einzureihen: Getreu der Überzeugung, dass die Form ungleich wichtiger als der Inhalt sei, versucht sich THE INNKEEPERS erst gar nicht an ausufernden Twists oder abstrakten Narrationsstrukturen, sondern erzählt angenehm altmodisch von einem kleinen, kurz vor dem Bankrott stehenden Hotel, einer Tragödie in der Vergangenheit und natürlich von ruhelos umher spukenden Seelen.
Vielleicht ...
"Was zur Hölle geht hier ab?" "Ich schulde dir ´ne Erklärung. Ich arbeite für die Regierung." - "The Cold Light Of Day" entpuppt sich bei näherer Betrachtung als DIE Thrillergurke des Jahres. Und das hat mannigfaltige Gründe. Zum einen wurde die Plotstruktur aus "Hostage - Entführt" mit Hauptdarsteller Bruce Willis kopiert, welcher in grauer, amerikanischer Erbauungsmanier seine Familie vor dem Untergang retten musste und so die traditionellen ""Family Values" hochhielt. In "The Cold Light Of Day" ist dafür Henry Cavill als farbloser Bruce Willis-Ersatz und mit moderner, späterer "Charles Bronson-Einer-gegen-alle-Attitüde" vorgesehen. Denn die "Stirb Langsam"-Actionikone der 90er Jahre kommt im aktuellen ...
Es ist die Zeit um 1885. Ein mittelloser Soldat kehrt aus Algerien zurück nach Paris. Er weiß nichts, kann nichts – will aber irgendwas mit Medien machen, auf jeden Fall aber hoch hinaus und wichtig sein. Zum Glück ist er sehr schön, und dieses Talent, sein einziges, das weiß er zu nutzen. Er bezirzt die richtigen, weil wichtigen Frauen im Hintergrund, die ihm die Tür öffnen zur High Society der Belle Époque. Immer weiter kommt er, auch wenn der Preis das eigene Glück ist.
Guy de Maupassants Dauerbrenner ist nicht nur wegen seiner schneidend ironischen Schlaglichter auf ein Blenderei-beseeltes Frankreich im kolonialistischen Furor lesenswert, sondern auch, weil es hier unüblicherweise ...