Genau besehen ist "Moneyball" ein Film über Statistiken: Das gleichnamige, dem Film zugrunde liegende Sachbuch von Michael Lewis beschreibt den Triumph statistisch basierter Transfermarktanalysen über das gängige Starsystem im amerikanischen Profi-Baseball. Wie ließ sich daraus bloß ein Hollywoodfilm basteln? Regisseur Bennett Miller (" Capote ") erzählt die Story mit seinen beiden Star-Drehbuchautoren Steven Zaillian (" Verblendung ") und Aaron Sorkin (" Social Network ") als personalisiertes Drama. In dessen Mittelpunkt steht Billy Beane, der Manager der Oakland Athletics, der sein verkrachtes Team 2002 völlig unerwartet zu Triumphen in der Major League führte.
Zuvor hatte Billy Beane sein ... Weiterlesen Aktuell im Kino
Eure Meinung
-
tine zu We want Sex
-
Klaus zu Drive
-
RobbyTobby zu Ziemlich beste Freunde
-
tine zu Barfuss auf Nacktschnecken
-
Christian Gertz zu Muppets, Die
-
Bald im Kino
Neueste Kritiken
Moneyball – Die Kunst zu gewinnenGenau besehen ist "Moneyball" ein Film über Statistiken: Das gleichnamige, dem Film zugrunde liegende Sachbuch von Michael… »
Good NeighboursBasierend auf dem Roman der kanadischen Autorin Chrystine Brouillet hat Regisseur Jacob Tierney selbst das Drehbuch zu seinem… »
Empire Me – Der Staat bin ichWer würde nicht gerne einfach mal raus? Ausbrechen. Raus aus dem Trott, aus der globalisierten Weltordnung. Schule,… »
DriveEin Ausruf der Empörung: "Drive", einer der umjubeltsten Filme der Saison (u.a. Beste Regie, Cannes 2011), wurde nur für… »
Ein riskanter PlanIrgendetwas stimmt nicht. Ein gutaussehender Mittdreißiger checkt in ein New Yorker Nobelhotel ein. Das kostenlose Upgrade… »
Redaktions-Monatscharts
1. Der Junge mit.. 7,5/10
2. Dame, König, As,.. 7/10
3. Yoko 6/10
4. Hugo Cabret 5/10
5. Underworld 5/10
[-> zur kompletten Übersicht..]
Redaktions-Jahrescharts
Schlagwörter
2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 Action Alex Animation / Komödie Deutschland Dokumentation Drama Drama / Abenteuer Drama / Komödie Drama / Thriller Eric Fellner Film Filmkritik Frank Frankreich GB Großbritannien Hans Zimmer Horror / Thriller James Newton Howard Komödie Komödie / Drama Kritik Maria Mutter Review Rezension Spielfilm Thriller Thriller / Action / Drama Thriller / Drama Tim Bevan Trailer USAmehrfilm twittert





Basierend auf dem Roman der kanadischen Autorin Chrystine Brouillet hat Regisseur Jacob Tierney selbst das Drehbuch zu seinem kammerspielartigen Thriller geschrieben.
Während der Abstimmung der Provinz Quebec über die Unabhängigkeit von Kanada zieht der schlaksige Victor (Jay Baruchel) in ein ein Mietshaus in Montreal ein. Innerhalb des Wohnviertels geht bereits seit einiger Zeit ein Serienkiller um. Victor macht sich sehr schnell mit seinen Nachbarn bekannt, zu denen der im Rollstuhl sitzende Spencer (Scott Speedman) und die katzenverliebte Louise (Emily Hampshire) gehören, die eine etwas eigenartige Freundschaft pflegen. Mit leicht aufdringlicher Note lädt Victor die beiden zu einem gemeinsamen Abend ein. Zwischen den drei ...
Wer würde nicht gerne einfach mal raus? Ausbrechen. Raus aus dem Trott, aus der globalisierten Weltordnung. Schule, Uni/Ausbildung, Job, Steuern, Krankenversicherung. Oft unter Druck, immer im "System", meistens auf der Jagd nach dem nächsten Statussymbol? Es ist ein Kreislauf. Nicht nur in der so genannten "Ersten Welt". Muss ich das haben? Ich könnte doch auch ausbrechen aus diesem System? Alles hinter mich lassen. Autark leben. Vielleicht eine neue Identität annehmen? Lassen die immer engmaschigeren Lebensprinzipien der globalisierten Weltordnung dies überhaupt zu? Ein Phänomen macht damit Schluss: Das Gründen von Gegengesellschaften. Unter dem Motto ´ Mach dich nicht abhängig ´ lädt der ...
Ein Ausruf der Empörung: "Drive", einer der umjubeltsten Filme der Saison (u.a. Beste Regie, Cannes 2011), wurde nur für einen einzigen Oscar nominiert: für den Tonschnitt. Über die Oscars sagt das aus, dass bei der Acadamy of Motion Picture, Arts and Sciences, die die Goldstatuen vergibt, offensichtlich niemand mehr jenseits des Wohlgefälligen nach Preiswürdigem suchen mag. Was schade ist, denn einen unerbittlicheren und auch melancholischeren Krimi hat es im Kino schon lange nicht mehr gegeben. Uneinsichtig.
Das Los Angeles, durch das hier ein namenloser Stuntman wortkarg kurvt, wirkt zwischen muffigen Apartmenthäusern und trockengelegten Kanälen unangenehm stickig. Tagsüber arbeitet der "Driver" in der ...
Irgendetwas stimmt nicht. Ein gutaussehender Mittdreißiger checkt in ein New Yorker Nobelhotel ein. Das kostenlose Upgrade auf eine größere Suite schlägt er aus. Den hilfsbereiten älteren Pagen mit dem gegerbten Gesicht fragt er, ob es für den bereit stehenden Champagner zum Hummer mit Pommes Frites am Morgen nicht zu früh sei. Gast und Page, so wird vermutet, scheinen sich zu kennen. Rückblende. Der Fremde, so erfährt es nun der Zuschauer, ist der Ex-Sträfling Nick Cassidy. Kurz zuvor, an der Hotel-Rezeption, hatte er sich noch mit einem anderen Namen vorgestellt. Somit dürfte dann auch jedem noch so unerfahrenen Krimifan klar sein, dass das Hotel Schauplatz eines ...
Ganz Europa ist von Hollywood besetzt. Ganz Europa? Nein! Ein von unbeugsamen Franzosen bevölkertes Land hört nicht auf, Hollywood Widerstand zu leisten. Und so weiter, und so fort.
Den Tod der europäischen Filmkomödie herbei zuschreiben, gehört zum guten Ton hiesiger Feuilletons, ebenso wie im Jahrestakt wenn schon nicht ihre Auferstehung, so doch wenigstens ein etwaiges Lebenszeichen zu preisen. Wo der skandinavische Film samt seiner nicht selten lakonisch-trockenen Art noch hauptsächlich in Liebhaberkreisen stattfand, mauserte sich Deutschlands großer Nachbar im Westen in Sachen Kino still und heimlich zum Kritiker- und (!) Publikumsliebling. Nach Dany Boons WILLKOMMEN BEI DEN SCH‘TIS f olgt mit ZIEMLICH BESTE FREUNDE nun ein ...
Ein wenig altersmilde sind sie schon geworden, die großen Regisseure des Weltkinos. Sei es Martin Scorsese, der mit "Hugo Cabret" seinen ersten Kinderfilm dreht, Woody Allen mit seinem touristisch-gefälligen " Midnight in Paris ", Aki Kaurismäki mit seiner wundersamen Warmherzigkeit in " Le Havre " oder Steven Spielberg mit seinem hemmungslosen Pathos in "War Horse", der in Deutschland "Gefährten" heißt. Auch die Dardennes, belgische Wahlverwandte des britischen Sozialrealismuskinos à la Ken Loach und Mike Leigh, haben die unbarmherzige Härte ihrer Meisterstücke "Der Sohn" (2002) und "Das Kind" (2005) ein wenig zurückgefahren und bieten in ihrem neuesten Werk "Der ...
Eine herbe, unterkühlte französische Galeristin in Paris, deren Ehe zu einem Verleger am eisigen Tiefpunkt angelangt ist. Wer würde bei der Besetzung nicht sofort an Isabelle Huppert denken? Allerdings ist „Mein liebster Alptraum“ kein grämendes Seelendrama, indem die Huppert gerne die Bandbreite ihres Könnens ausspielt, sondern ein weiteres Beispiel für die grassierende Welle französischer Wohlfühlkomödien, die ihren Reiz aus dem Zusammenprall bourgeoiser Kulturbürger mit der Arbeiterklasse beziehen: siehe "Ziemlich beste Freunde". Hier also gerät die Huppert ganz unwahrscheinlich, aber bald auch amourös an den prolligen Filou Benoît Poelvoorde ("Nichts ...
Ach ja, die Muppets! Nach ihrem letzten Kinoabenteuer anno 1999 krähte lange kein Hahn mehr nach ihnen. Das lag sicher daran, dass "Muppets aus dem All" von Tim Hill eine ziemliche Gurke war. Allerdings war mit "Toy Story" (1995) in Sachen Kinder-Entertainment auch eine neue, digitale Ära eingeläutet worden, in der das Spiel mit Hand- und sonstigen Puppen plötzlich ziemlich alt aussah. Jedoch: Jim Hensons Muppets, deren von 1976 bis 1981 ausgestrahlte Show bis heute legendär ist, hatten sich nie ausschließlich an Kinder gerichtet: Die Knollennasen-Puppen waren stets durch sehr erwachsene Selbstironie aufgefallen. Zudem wurde die anarchische Varieté-Show regelmäßig von echten Pop-Stars ...
Fast könnte man auf den Gedanken kommen, dass österreichische Filmemacher des jungen 21. Jahrhunderts für ihr ganzes Land ein psychopathologisches Gutachten erstellen wollen, und "Michael", das Regiedebüt des ehemaligen Casting Directors von Michael Haneke, wäre ein weiteres, bestätigendes Puzzleteil in diesem wenig charmanten Profil. Nach Natascha Kampusch und Josef Fritzl, nach den Ulrich Seidl-Filmen, von denen "Hundstage" und "Import Export" lapidar gesagt noch zu den harmlosesten gehören – und der Tatsache, dass Seidl seit einigen Jahren an einer Dokumentation mit dem bezeichnenden Titel "Im Keller" arbeitet, in der er das Eigentümliche an österreichischen Kellern herausstellen möchte, falls es ...
Die Golden Globes werden jedes Jahr von der Hollywood Foreign Press Association (HFPA), dem Verein der Auslandspresse in Hollywood vergeben. Sie gelten nach dem Oscar als zweitwichtigster Filmpreis. Es soll auch Branchenkenner geben, die der Verleihung das größere Gewicht in punkto Qualität der Filme beimessen als bei allen anderen Preisverleihungen. Wie auch immer.
Eine Gruppe aus etwa 100 internationalen Journalisten trifft die Entscheidungen über die Vergabe der Globes. Die Feierlichkeiten zu der 69. Verleihung im Jahr 2012 brachten neben der gewohnt bissigen und unterhaltsamen Moderation von Ricky Gervais nur wenige Überraschungen. Alle Darstellerinnen waren auffallend schlicht gekleidet. Die ...
Als die norwegische Produktion "Anne liebt Philipp" 2011 den Berlinale-Kinderfilmwettbewerb "Generation" eröffnete und damit für großen Jubel sorgte, hieß Philipp noch Jorgen. Aber angesichts der Tatsache, dass man inmitten all der x-fach aufgegossenen Kommerz-Franchises und Chipmunk-Quietschereien froh genug sein kann, wenn es internationales Qualitätskino für Kinder überhaupt noch auf deutsche Leinwände schafft, darf man über derlei überflüssige Eindeutschungskosmetik gerne hinwegsehen.
Ansonsten sagt der Titel schon alles über die Story: Ein Mädchen liebt einen Jungen. Philipp ist neu in der Klasse. Doch nicht nur die zehnjährige Titelheldin verschießt sich ...
" Wer will noch einmal, wer hat noch nicht ." Getreu diesem Motto werden in letzter Zeit - so hat es zumindest den Anschein - auf Fernseh-Niveau inszenierte Komödien ins Kino gehoben, unsere sympathischen und beim Massenpublikum beliebten Darsteller werden es schon richten. Und als Hybrid, also ein von einer Fernsehanstalt unterstützter Spielfilm, der zunächst im Kino und anschließend im Fernsehen gezeigt wird, scheint das Risiko nicht mehr allzu groß zu sein. So die Vermutung, wenn man sich das jüngste Produkt dieser Entwicklung anschaut. "Offroad" von Elmar Fischer. Der deutsche (Kultur-)Förder-Irrsinn treibt wieder einmal seltsame Blüten.
Elmar Fischer, der 2003 mit seinem Regiedebüt "Fremder ...